Linkkiste – 05. Februar 2012

Sonntag, 5. Februar 2012 18:02 | Autor:

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich das letzte Mal Links in die Linkkiste gepackt. Dann habe ich die Kiste in die Ecke gestellt und vergessen. Jetzt habe ich sie beim Aufräumen wiederentdeckt und gemerkt, dass da noch jede Menge Links reinpassen. Deshalb hier, frisch entstaubt und feucht abgewischt, die Linkkiste für den 05. Februar 2012.

1. Politikfremde “Expertenregierungen” wie in Italien und Griechenland, die nicht demokratisch legitimiert sind, Konkursverschleppung auf höchstem Niveau und eine Finanzwirtschaft, die das politische System in Europa nach Belieben regelt. Die FAZ sieht Europa bereits in der Postdemokratie.

FAZ – Europa schafft sich ab

2. Geld verdienen leicht gemacht mit der Deutschen Bank, Folge 8.548: Spekulation auf die Lebenserwartung anderer Menschen.

Der Fonds «db Kompass Life 3» ist dem Bericht zufolge einer von drei Lebensversicherungsfonds, für die die Deutsche Bank über 700 Millionen Euro bei Kleinanlegern eingesammelt hat. Dabei biete sie eine Art Wette auf die Restlebensdauer von rund 500 Personen an. Das Produkt basiere auf komplexen versicherungsmathematischen Modellen.

Die aber nichts nützen, falls das eine oder andere Spekulationsobjekt verunfallt.

STERN – Mit der Deutschen Bank auf den Tod wetten

3. Als Gegenpol zu den ausgekochten Deutsche Bank-Bankern, hier  Tschechiens Star-Ökonom Tomáš Sedláček, der mit seinem Buch “Die Ökonomie von Gut und Böse” international für Gesprächsstoff sorgt.

Ich bestreite, dass der Kapitalismus Wachstum braucht. Ich sehe übrigens auch keine Krise des Kapitalismus, sondern eine Krise des Wachstumskapitalismus.

Egal, welches Vermächtnis der Menschheit Sie lesen, das Alte Testament, die Schriften des Aristotels, den Koran, alle haben uns vor den Zinsen gewarnt. Warum? Weil wir ihre Auswirkungen zu wenig verstehen. Zinsen haben etwas Unheimliches an sich, weil sie außer Kontrolle geraten können. Was haben wir getan? Wir haben Zinsen zu einem Eckpfeiler unserer Gesellschaft gemacht, zum Fundament für Wachstum und Wohlstand.

Fokus – Es geht um Werte statt Wachstum

4. Irgendwann habe ich in meinem Blog die Erfindung des Hologramms verkündet, das sich mit dem Namen Hatsune Miku  in Japan zu einem Superstar entwickelte. Aber nur einen Tag später erwies sich die Dreidimensionalität als falsch und Hatsune als flach. Jetzt starten die Techniker und das Mädel einen neuen Versuch doch noch ein richtiges Hologramm zu werden.

Ich versuche es jetzt noch einmal mit der Ausrufung der Erfindung des Hologramms. Sogar mit Videobeweis. Voilà!

Japanmarkt – Räumliches Hologramm einer Pop-Prinzessin

 

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Das Cluetrain-Manifest. Noch immer aktuell oder Schnee von gestern?

Samstag, 4. Februar 2012 12:21 | Autor:

Irgendwann vor ein paar Jahren, so 2003/2004, habe ich in der brand eins zum ersten Mal vom Cluetrain-Manifest gelesen. Das 1999 veröffentlichte Manifest beschreibt in 95 Thesen das Verhältnis von Kunden und Unternehmen im Zeitalter des Internets. Das Cluetrain-Manifest offenbarte die schwindende Macht des konventionellen Marketings durch die großartige Veränderung der Kommunikationskanäle, auf denen Unternehmen mit Kunden und Kunden mit Unternehmen ins Gespräch kommen. Die 95 Thesen zeigten mehr als deutlich das neue und ungeahnt machtvolle Selbstbewusstsein der Kunden im beginnenden 21. Jahrhundert. Jene bilden sich selbst ein Urteil und hören lieber auf andere Kunden, als auf das massenmediale Marketinggeplapper von Unternehmen mit Massenproduktion auf der Jagd nach Marktanteilen.

Ich war vom Cluetrain-Manifest begeistert und bin es noch immer. Zwar habe ich naiv geglaubt, die Marketingstrategen rund um den Globus würden angesichts diesen Grals der Erleuchtung auf die Knie fallen und sich selbst in stiller Einkehr hinterfragen. Aber die Position in der Hierarchie (Bei Marketing-Fuzzis ist es wie bei Ärzten, sie glauben allzu oft, ihre Disziplin wäre die wichtigste im Organismus), das erlernte “falsche” Handwerk, das Unverständnis – oder auch Unvermögen – vieler Unternehmenslenker, den Managern, sich in ihre Kunden hineinzuversetzen und nicht zuletzt die Macht der Gewohnheit, haben die Selbsterkenntnis weitestgehend verhindert. Das dachte ich jedenfalls bis eben und die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo zwischen Worst Case und utopischen Wunsch.

Das sich etwas getan hat konstatieren zwei der vier Verfasser des Cluetrain-Manifests, Doc Searls und David Weinberger, 13 Jahre nach Veröffentlichung des Manifests in der neuen Brand eins 02/2012 mit dem Schwerpunkt Markenkommunikation. Zu 15 der 95 Thesen geben sie ihre Einschätzung ab. Was hat sich getan und wie? Mit welcher ihrer Thesen lagen sie richtig, mit welchen nicht? Gilt das Manifest auch morgen noch oder wird es im wilden Tanz der Marktgespräche verloren gehen?

Hier geht´s zum Artikel: Habt Geduld!

Vorher freue ich mich aber noch, Euch das Cluetrain-Manifest in seiner ganzen Größe und Schönheit präsentieren zu können. Ihr sollt ja schließlich wissen um was geht, bevor ihr den Artikel lest.

Das Cluetrain-Manifest 

Wenn Du heute nur Zeit hast für eine Einsicht, dann sollte es diese sein…

Wir sind keine Zuschauer oder Empfänger oder Endverbraucher oder Konsumenten. Wir sind Menschen – und unser Einfluß entzieht sich eurem Zugriff.

Kommt damit klar.

Das Cluetrain Manifest

Online-Märkte …

Vernetzte Märkte beginnen sich schneller selbst zu organisieren als die Unternehmen, die sie traditionell beliefert haben. Mithilfe des Webs werden Märkte besser informiert, intelligenter und fordernder hinsichtlich der Charaktereigenschaften, die den meisten Organisationen noch fehlen.

… Menschen der Erde

Der Himmel ist übersät mit Sternen. Wolken ziehen über uns am Tag und in der Nacht. Ozeane senken und heben sich. Was immer ihr gehört habt, dies ist unsere Welt, der Platz, an dem wir leben. Was immer man euch erzählt hat, unsere Freiheit kann man uns nicht nehmen. Unser Herz hört nicht auf zu schlagen. Menschen der Erde, erinnert euch.

95 Thesen

1. Märkte sind Gespräche.

2. Die Märkte bestehen aus Menschen, nicht aus demographischen Segmenten.

3. Gespräche zwischen Menschen klingen menschlich. Sie werden in einer menschlichen Stimme geführt.

4. Ob es darum geht, Informationen oder Meinungen auszutauschen, Standpunkte zu vertreten, zu argumentieren oder Anekdoten zu verbreiten – die menschliche Stimme ist offen, natürlich und unprätentiös.

5. Menschen erkennen sich am Klang dieser Stimme.

6. Das Internet ermöglicht Gespräche zwischen Menschen, die im Zeitalter der Massenmedien unmöglich waren.

7. Hyperlinks untergraben Hierarchien.

8. Sowohl in intervernetzten Märkten als auch in intravernetzten Unternehmen sprechen Menschen miteinander auf eine machtvolle neue Art.

9. Diese vernetzten Gespräche ermöglichen es, daß sich machtvolle neue Formen sozialer Organisation und des Austauschs von Wissen entfalten.

10. Als Resultat dieser Entwicklung werden Märkte intelligenter, besser informiert und besser organisiert. Die Teilnahme an den vernetzten Märkten verändert die Menschen grundlegend.

11. Die Menschen in den vernetzten Märkten haben herausgefunden, daß sie voneinander wesentlich bessere Informationen und mehr Unterstützung erhalten, als von den Händlern und Verkäufern. Soviel zur unternehmerischen Rhetorik über den Mehrwert ihrer Waren.

12. Es gibt keine Geheimnisse mehr. Die vernetzten Märkte wissen über die Produkte der Unternehmen mehr, als die Unternehmen selbst. Ob die Nachricht gut oder schlecht ist, sie wird weitergegeben.

13. Was mit den Märkten geschieht, geschieht auch zwischen den Mitarbeitern der Unternehmen. Allein ein metaphysisches Konstrukt namens “Firma” steht zwischen Märkten und Mitarbeitern.

14. Unternehmen sprechen nicht mit der selben Stimme wie diese neuen vernetzten Gespräche. In den Ohren der von ihnen Angesprochenen klingen die Unternehmen hohl, flach und regelrecht unmenschlich.

15. Bereits in wenigen Jahren wird die heute homogenisierte “Stimme” des Geschäftslebens — der Klang von Mission-Statements und Unternehmensbroschüren — so künstlich und aufgesetzt klingen, wie die Sprache am französischen Hof im 18 Jahrhundert.

16. Schon jetzt erreichen Unternehmen, die mit der Stimme des Marktschreiers reden, niemanden mehr.

17. Wer annimmt, die Online-Märkte seien die selben Märkte, die einst die TV-Spots im Fernsehen erduldet haben, macht sich etwas vor.

18. Unternehmen, die nicht realisieren, daß ihre Märkte jetzt von Mensch zu Mensch vernetzt sind, deshalb immer intelligenter werden und sich in einem permanenten Gespräch befinden, verpassen ihre wichtigste Chance.

19. Unternehmen können zum ersten mal mit ihren Märkten direkt kommunizieren. Wenn sie bei diesen Gesprächen versagen, könnte das ihre letzte Chance gewesen sein.

20. Die Unternehmen sollten sich klarmachen, daß ihre Märkte von Lachen erfüllt sind — über die Unternehmen selbst.

21. Die Unternehmen müssen lockerer werden und sich selbst weniger ernst nehmen. Was sie brauchen, ist ein Sinn für Humor.

22. Einen Sinn für Humor entwickeln bedeutet nicht, einige Witze auf die Unternehmens-Website zu stellen. Vielmehr geht es um echte Werte, mehr Bescheidenheit, eine klare Sprache und einen wirklich eigenen Standpunkt.

23. Unternehmen, die sich “positionieren” möchten, sollten dazu auch eine Position einnehmen. Im Idealfall sollte diese Position dann auch etwas mit dem zu tun haben, was den Markt interessiert.

24. Bombastische Ankündigungen, z.B. “Wir wollen die Besten im Markt für XYZ sein”, sind noch lange kein Standpunkt, geschweige denn eine Position.

25. Die Unternehmen müssen heruntersteigen von ihren Elfenbeintürmen und mit den Menschen reden, mit denen sie Beziehungen aufbauen wollen.

26. Öffentlichkeitsarbeit steht in keiner Beziehung zur Öffentlichkeit. Die Unternehmen ängstigen sich zutiefst vor ihren Märkten.

27. Mit ihrer distanzierten und arroganten Sprache errichten sie Mauern, um die Märkte auf Distanz zu halten.

28. Die meisten Marketingprogramme gründen auf der Angst, der Markt könnte erkennen, was wirklich in den Unternehmen geschieht.

29. Auf Mißtrauen lassen sich aber keine Beziehungen aufbauen.

30. Markentreue ist die unternehmerische Version einer Beziehung. Aber die Trennung kommt — und zwar bald. In vernetzten Märkten werden Beziehungen mit atemberaubender Geschwindigkeit beendet und neu verhandelt.

31. Vernetzte Märkte können ihre Lieferanten im Handumdrehen wechseln. Wissensarbeiter wechseln ihre Arbeitgeber während des Mittagessens. Eure Downsizing-Maßnahmen lehrten uns zu fragen: “Treue? Was soll das sein?”

32. Intelligente Märkte werden Lieferanten finden, die ihre Sprache sprechen.

33. Mit menschlicher Stimme zu sprechen ist kein Jahrmarktstrick. Man kann sie auch nicht einfach auf einer schicken Konferenz aufschnappen.

34. Um mit menschlicher Stimme zu sprechen, müssen die Unternehmen die Anliegen und Besorgnisse ihrer Communities — der Gemeinschaft ihrer Marktteilnehmer — teilen.

35. Dafür müssen sie aber zuerst einmal zu einer Gemeinschaft gehören.

36. Die Unternehmen sollten sich fragen, wie weit ihre Unternehmenskultur reicht.

37. Wenn ihre Kultur dort endet, wo die Gemeinschaft beginnt, werden sie keine Märkte mehr haben.

38. Menschliche Gemeinschaften entstehen aus Diskursen — aus menschlichen Gesprächen über menschliche Anliegen.

39. Die Gemeinschaft des Diskurses ist der Markt.

40. Unternehmen, die nicht zu einer diskursiven Gemeinschaft gehören, werden aussterben.

41. Die Unternehmen haben aus ihrer Sicherheit eine Religion gemacht. Aber das ist nur ein Ablenkungsmanöver. Die meisten Unternehmen schützen sich weniger vor ihren Mitbewerbern als vor ihrem eigenen Markt und ihren Mitarbeitern.

42. Ebenso wie auf den vernetzten Märkten, sprechen die Mitarbeiter auch innerhalb des Unternehmens unmittelbar miteinander — und nicht bloß über Regelungen, Management-Direktiven und Geschäftsergebnisse.

43. Solche Gespräche finden heute in den Intranets der Unternehmen statt. Aber nur, wenn die Voraussetzungen stimmen.

44. Intranets werden üblicherweise top-down installiert, um die Mitarbeiterphilosophie und andere Unternehmensinformationen durchzusetzen. Die Mitarbeiter geben in der Regel ihr Bestes, diese Informationen zu ignorieren.

45. Intranets haben die Tendenz, Langeweile zu umschiffen. Die besten Intranets sind bottom-up von Mitarbeitern ins Leben gerufen worden, die gemeinsam etwas Wertvolles schaffen wollten — das intravernetzte Gespräch im Unternehmen.

46. Ein gesundes Intranet organisiert Mitarbeiter in vielerlei Hinsicht. Seine Auswirkungen sind radikaler als jedes Gewerkschaftsprogramm.

47. Obwohl es die Unternehmen beinahe zu Tode ängstigt, sind sie doch unmittelbar von einem offenen Intranet abhängig, in dem lebenswichtiges Wissen entsteht und verteilt wird. Die Unternehmen müssen dem Impuls widerstehen, diese vernetzten Gespräche zu “verbessern” oder zu kontrollieren.

48. Wenn das Intranet nicht in einen Käfig aus Angst und Regeln gezwungen wird, entfaltet sich in ihm ein Gespräch, das dem des vernetzten Marktes erstaunlich ähnelt.

49. Organigramme haben in einer früheren Wirtschaft funktioniert, in der Strategien und Pläne noch voll und ganz von der Unternehmensleitung verstanden wurden und deshalb von der Spitze herabgereicht werden konnten.

50. Heute besteht das Organigramm aus Hyperlinks, nicht aus Hierarchien. Der Wert praktischen Wissens löst die Bedeutung abstrakter Autorität ab.

51. Kommandostrukturen entstehen aus Bürokratie und verstärken diese noch. Die Folge ist eine paranoide Unternehmenskultur.

52. Paranoia tötet jedes Gespräch. Das ist ihr Zweck. Aber das Fehlen offener Gespräche tötet Unternehmen.

53. Zwei Gespräche finden gleichzeitig statt. Eines im Unternehmen. Das andere mit dem Markt.

54. In den meisten Fällen verläuft keines der beiden Gespräche optimal. Fast immer kann die Ursache dafür in überholten Kommandostrukturen gefunden werden.

55. Als Unternehmenspolitik wirken diese Strukturen wie Gift. Als Instrumente sind sie wirkungslos. Den Kommandostrukturen begegnen die intravernetzten Wissensarbeiter mit Feindseligkeit und erzeugen damit auch im intervernetzten Markt Mißtrauen.

56. Beide Gespräche suchen den Diskurs miteinander. Sie sprechen die selbe Sprache. Sie erkennen einander an der Stimme.

57. Kluge Unternehmen werden sich dem nicht in den Weg stellen und tragen dadurch dazu bei, daß das Unvermeidliche schneller geschieht.

58. Wenn die Bereitschaft aus dem Wege zu gehen ein Indikator für den IQ ist, dann haben bisher nur wenige Unternehmen an Verstand gewonnen.

59. Millionen von Menschen, die heute im Internet unterwegs sind, nehmen die Unternehmen nur noch als fadenscheinige Konstrukte wahr, die sich der Vernetzung dieser beiden Diskurse aktiv in den Weg stellen.

60. Das ist selbstmörderisch. Die Märkte möchten mit den Unternehmen sprechen.

61. Leider ist immer gerade der Teil eines Unternehmens, mit dem der Markt sprechen möchte, hinter einem Schleier aus Worthülsen versteckt, deren Sprache falsch klingt — und oft auch ist.

62. Die Märkte möchten sich nicht mit Phrasendreschern unterhalten. Sie möchten an Gesprächen teilnehmen, die sich hinter den Firewalls der Unternehmen abspielen.

63. Lüften wir den Schleier und reden über uns selbst: Wir sind diese Märkte. Wir wollen mit Euch sprechen.

64. Wir wollen Zugang zu euren Unternehmensinformationen, zu euren Plänen und Strategien, euren besten Ideen und eurem wirklichen Wissen. Wir werden uns nicht zufriedengeben mit der Vierfarb-Broschüre, mit WebSites aus einer Zuckergußfassade, aber ohne Inhalte.

65. Wir sind auch die Mitarbeiter, die eure Unternehmen zum laufen bringen. Wir wollen mit unseren Kunden direkt sprechen, in unserer Sprache und nicht in den Platitüden einer Gesprächsanweisung.

66. Als Märkte und als Arbeitnehmer fühlen wir uns zu Tode gelangweilt von den Informationen, die wir von Euch nur per Fernbedienung bekommen. Wozu brauchen wir gesichtslose Jahresberichte und Marktforschungsstudien aus dritter Hand, um uns persönlich zu begegnen?

67. Als Märkte und Arbeitnehmer fragen wir uns, warum ihr uns nicht zuhört. Ihr scheint eine andere Sprache zu sprechen.

68. Der aufgeblasene, selbstherrliche Jargon, mit dem ihr um euch werft — in der Presse und auf euren Konferenzen — was hat das mit uns zu tun?

69. Vielleicht beeindruckt ihr dadurch eure Investoren. Vielleicht beeindruckt ihr die Börsenanalysten. Uns beeindruckt ihr nicht.

70. Wenn ihr uns nicht beeindruckt, werden auch eure Anleger baden gehen. Verstehen sie das nicht? Wenn sie es verstehen würden, dann würden sie euch nicht so reden lassen.

71. Eure überholten Vorstellungen von “dem Markt” haben eure Sicht vernebelt. Wir erkennen uns in euren Entwürfen der Wirklichkeit nicht wieder — vielleicht, weil wir wissen, daß wir schon ganz woanders sind.

72. Der neue Marktplatz gefällt uns viel besser. Tatsächlich schaffen wir ihn uns nämlich selber.

73. Ihr seid eingeladen, aber es ist unsere Welt. Zieht eure Schuhe an der Tür aus. Wenn ihr mit uns handeln wollt, dann steigt herunter von eurem hohen Roß.

74. Gegen eure Werbung sind wir immun. Also vergeßt es.

75. Wenn ihr wollt, daß wir uns mit euch unterhalten, dann erzählt uns was. Zur Abwechslung mal etwas Interessantes.

76. Wir haben einige Ideen, die euch interessieren sollten: neue Werkzeuge, die wir brauchen, bessere Dienstleistungen. Sachen, für die wir gerne bezahlen würden. Habt ihr mal ‘ne Minute?

77. Ihr seid zu sehr mit dem “Geschäftemachen” beschäftigt, um unsere eMail zu beantworten? Ach du meine Güte, das tut uns leid, ehrlich, wir kommen später wieder. Vielleicht.

78. Ihr möchtet, daß wir bezahlen? Dann solltet ihr uns besser eure Aufmerksamkeit schenken.

79. Kommt runter von eurem Trip. Hört auf mit eurer neurotischen Selbstumkreisung. Nehmt teil an der Party.

80. Keine Sorge, ihr könnt weiterhin Geld verdienen. Daß heißt, solange das nicht das einzige ist, was euch beschäftigt.

81. Habt ihr mal bemerkt, daß Geld an sich irgendwie eindimensional und langweilig ist? Worüber könnten wir uns noch unterhalten?

82. Euer Produkt ist uns kaputt gegangen. Warum? Wir würden gerne den Menschen fragen, der es gemacht hat. Eure Unternehmensstrategie macht für uns keinen Sinn. Wir würden gerne mal mit Eurem Vorstand quatschen. Was wollt ihr damit sagen, sie ist gerade nicht da?

83. Wir wollen, daß ihr 50 Millionen von uns genauso ernst nehmt wie einen Reporter vom Handelsblatt.

84. Wir kennen ein paar Leute aus eurem Laden. Die sind ziemlich in Ordnung, wenn wir sie im Internet treffen. Versteckt ihr davon noch mehr? Könnten sie nicht rauskommen und mit uns spielen?

85. Wenn wir Fragen haben, wenden wir uns an andere Menschen im Internet. Hättet ihr “eure Leute” nicht so gut im Griff, dann wären sie vielleicht unter den Menschen, an die wir uns wenden würden.

86. Wenn wir nicht gerade eure “Zielgruppe” sind, sind viele von uns eure Mitarbeiter. Wir würden lieber mit Freunden im Netz reden, als auf die Stechuhr zu schauen. Das würde euren Namen schneller bekannt machen als jede noch so schicke WebSite. Aber ihr sagt uns, daß das Gespräch mit dem Markt die Sache des Marketings ist.

87. Wir würden uns wünschen, daß ihr mitbekommt, was hier passiert. Das wäre wirklich nett. Aber es wäre ein Fehler, anzunehmen, wir säßen nur hier und warteten ab.

88. Wir haben Besseres zu tun, als uns darüber Sorgen zu machen, ob ihr euren Wandel noch rechtzeitig in den Griff bekommt, um mit uns ins Geschäft zu kommen. Das Geschäft ist nur ein Teil unseres Lebens. Euch scheint es voll und ganz zu vereinnahmen. Denkt mal darüber nach: Wer braucht hier eigentlich wen?

89. Wir haben echte Macht — und das wissen wir auch. Wenn ihr das Licht am Ende des Tunnels nicht erkennen könnt, dann wird sich schon jemand anderes finden, der besser zuhört, interessanter ist und mit dem es mehr Spaß macht, zu spielen.

90. Selbst im schlechtesten Fall ist unser neuentdecktes Gespräch wesentlich interessanter als jede eurer Messen, viel unterhaltsamer als eine Komödie im Fernsehen und mit Abstand lebensechter als jede eurer Unternehmens-WebSites, denen wir bisher über den Weg gelaufen sind.

91. Unser Fahneneid gilt uns selbst — unseren Freunden, unseren neuen Verbündeten, selbst unseren Sparring-Partnern. Unternehmen, die an dieser Welt nicht teilnehmen, werden auch keine Zukunft haben.

92. Unternehmen geben Milliarden für das Jahr 2000 Problem aus. Warum können sie dann diese Zeitbombe nicht ticken hören? Hier geht es sogar um mehr.

93. Wir existieren sowohl innerhalb der Unternehmen, als auch außerhalb von ihnen. Die Grenzen, die unsere Gespräche trennen, erscheinen uns wie die Berliner Mauer. In Wirklichkeit sind sie jedoch lediglich Ärgernisse. Wir wissen, daß sie fallen.Tatsächlich arbeiten wir von beiden Seiten der Mauern daran, daß sie fallen.

94. Den traditionellen Unternehmen mögen die vernetzten Gespräche verworren und verwirrend erscheinen. Aber wir organisieren uns schneller als sie es tun. Wir haben die besseren Werkzeuge, mehr neue Ideen und keine Regeln, die uns aufhalten.

95. Wir wachen auf und verbinden uns miteinander. Wir beobachten. Aber wir werden nicht warten.

The translation was provided by PopNet Kommunikation Munich, Germany, http://www.popnet.de

English Version Copyright © 1999 Levine, Locke, Searls & Weinberger.
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Handelsblatt: “Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!”

Montag, 30. Januar 2012 19:14 | Autor:

Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.

(Bertrand Russell, engl. Philosoph, 1872-1970)

Puhä!

Es ist schon lange her, dass ich sprachlos vor dem Computer sitze, weil ein Text so dermaßen exorbitant daneben, so weltfremd und noch dazu so propagandistisch ist, dass mir partout nichts mehr dazu einfällt. Deshalb lasse ich den Autor, den CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling, einfach mal selbst zu Wort kommen.

Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!

P.S. Wer wissen will was ich vielleicht sagen würde, nachdem ich mich genug gewundert habe, liest einfach die Kommentare unter dem “Gastbeitrag”.

Via lawblog.de: Was Megaupload-Kunden befürchten müssen

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Das wird mit ACTA Realität

Freitag, 27. Januar 2012 23:41 | Autor:

Via Steve Anorizz, Weltbild gesucht!

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ACTA erlaubt Konzernen das Internet zu zensieren!

Freitag, 27. Januar 2012 20:16 | Autor:

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.

(Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935)

Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Wikipedia:

„Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ist ein plurilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene. Die teilnehmenden Nationen bzw. Staatenbünde wollen mit ACTA internationale Standards in dem Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen etablieren; in Deutschland wird es deshalb auch häufig als Anti-Piraterie-Abkommen bezeichnet. […]

Viele Internetnutzer sahen die Reformen als Eingriff in die Privatsphäre und ihre Grundrechte. Die Organisation Reporter ohne Grenzen sprach von einer „Verhinderung der demokratischen Debatte“. Es wurde und wird befürchtet, dass das internationale Handelsabkommen einen Ausgangspunkt für die weltweite Durchsetzung von Internetsperren bedeuten könnte. Aus Gründen der Effizienz und Effektivität wird der Vertrag nicht transparent in der World Intellectual Property Organization (WIPO) verhandelt, obwohl diese als demokratischer Körper für die behandelten Themen gegründet worden war. Jan Philipp Albrecht, MdEP der GRÜNEN forderte, “bei den ACTA-Verhandlungen sicherzustellen, dass es keinerlei Überschreitung des geltenden EU-Rechts gibt und der Regelungsgehalt von ACTA auf die alleinige Bekämpfung der Produktpiraterie beschränkt wird. Damit müsste insbesondere das umstrittene Internetkapitel beerdigt werden.

Nach Abs. 5 des Bundesverfassungsgerichtsurteils bzgl. der Vorratsdatenspeicherung, welche für die Überprüfung durch die Internetdienstanbieter benötigt würde, ist in der BRD eine schwere Straftat erforderlich, um rechtsgemäß (wenn denn ein verfassungsgemäßes Gesetz existiert) den kompletten Inhalt einer Kommunikation abzuhören.

Nach § 100a StPO ist in der BRD die Überwachung des Fernmeldeverkehrs nur im Falle einer in diesem Paragraphen aufgelisteten “schweren Straftat” (z.B. Hochverrat und Gefährdung der demokratischen Ordnung) gesetzmäßig.

Freiheit, ich möchte sie auch! Ja! Aber! …
O spare die Worte!
An dem Aber krepiert jede Gesundheit und Kraft.

(Adolf Glaßbrenner, deutscher Journalist und volkstümlicher Schriftsteller,  1810 – 1876)

P. S. ACTA ist eine wirklich ERNSTE SACHE, liebe Leserinnen und Leser. Niemand sollte glauben, dass die Politik wüsste, was sie hier absegnet. Das weiß sie nicht!

Wenn ACTA durchkommt, dann ist das nicht nur das ENDE VOM INTERNET wie wir es kennen, lieben und brauchen. ACTA wird dann auch das Fundament für die TOTALE ÜBERWACHUNG legen und jegliche KRITIK IM KEIM ERSTICKEN.

Nein, ich übertreibe nicht. Bitte informiert Euch. Und sagt Eure Meinung.

Das könnt, das sollt, das müsst Ihr hier bei Avaaz tun, die gerade dabei sind jede Menge Meinungen einzusammeln um dem EU-Parlament zu zeigen, dass WIR DAS NICHT WOLLEN.  750.000 Unterschriften wollen sie haben, derzeit sind es schon mehr als 615.000. Ich wette, Avaaz erreicht auch noch 1 Millionen und noch mehr. WENN IHR MITMACHT!

Bitte!

P. P. S. Vielen Dank an daMax, der die Grafik ins Deutsche übersetzt hat.

Wikipedia: Anti-Counterfeiting Trade Agreement
SPON: Warum Acta in den Papierkorb gehört
Avaaz.org: Avaaz.org

Thema: Allgemein, Computer & Internet, Kultur, Politik, Wirtschaft | Kommentare (0)

Globalisierungssoap

Dienstag, 24. Januar 2012 22:12 | Autor:

“Made with love and care”

steht auf der italienischen Seife, die mir meine deutsche Frau aus den USA mit nach Dänemark gebracht hat.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir das nicht spanisch vorkommen soll.

Thema: Allgemein, Unsinn & Nonsens | Kommentare (2)

Wer soll Europas Sprungtuch halten?

Donnerstag, 19. Januar 2012 18:14 | Autor:

“ZORN gibt der VERNUNFT die WUCHT gegen das BÖSE”

Der Cousin Lothar Dombrowskis, Erwin Dombrowski, derzeit als Sparkommissar in Brüssel tätig, warnt vor dem freien Fall. Er redet unter anderem über das Wörgler Schwundgeld und darüber, warum das Thema mit den fucking Zinsen nirgendwo auf dem Lehrplan steht.

Hinsetzen! Ohren aufsperren! Hirn einschalten! Zornig werden!

 

Thema: Georg Schramm & Co., Geschichte, Kultur, Politik, Satire, Wirtschaft | Kommentare (2)

Wenn zwei das Gleiche tun

Dienstag, 17. Januar 2012 23:31 | Autor:

Ein entsetztes Raunen geht durch die Kreuzfahrer-Community. Der Kapitän des am Ufer der kleinen italienischen Insel Giglio abgelegten Luxusliners “Costa Concordia”, soll die leckgeschlagene Bettenburg verlassen haben ohne sich um die Rettung der Passagiere zu kümmern. So weit, so unnormal.

In den Medien, allen voran „heute“ und „die Tagesschau“, wird die Empörung gegen diesen eklatanten Verstoss gegen Gesetze gepflegt. Vermutlich damit der frischgebackene Ex-Kapitän auch ja seine harte und verdiente Strafe erhält. Prima, möchte man da denken, bei so viel Fahrlässigkeit auf dem Wasser braucht es ja auch ein Exempel.
Aber das wird es nicht geben. Oder anders gesagt, es gibt kein Gesetz, was ihn dafür verurteilen könnte. Man wird ihn wegen seines fachlichen Fehlverhaltens anklagen und vielleicht auch auf „Schadensersatz“ wegen des riesigen Schrotthaufens mitten im Mittelmeer – wegen des menschlichen Versagens, eitel und auch noch ein Feigling zu sein, wird er nicht angeklagt.

Denn das der Kapitän des sinkenden Schiffes erst die Passagiere rettet und sich selbst zuletzt, ist nur eine Tradition und kein Gesetz. In einem Interview beim Deutschlandradio sagt der Vizepräsident des Verbandes deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere, Kapitän Willi Wittig:

Es ist gute Tradition, dass der Kapitän als Letzter das Schiff verlässt, und es ist auch so eine Art moralische Verpflichtung. Aber es ist zumindest nach meinem Kenntnisstand keine rechtliche Verpflichtung.

Schön, dass mal darüber gesprochen wurde.

Was aber noch viel mehr aufregt als die moralinsaure Empörung der Journaille, ist die Tatsache, dass jedes Jahr ca. 1.500 Menschen im Mittelmeer sterben, eine Meldung darüber im besten Fall aber nur im Videotext zu finden ist.
Zwanzig oder dreißig tote westliche Touristen zählen eben mehr, als 1.500 tote afrikanische Flüchtlinge. Ein liegender Luxusliner ist unendlich spektakulärer, als ein verrotteter Seelenverkäufer.

Deshalb ist die Moral von der Geschichte auch recht einfach:

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe, besonders dann nicht, wenn es ans Sterben geht.

P. S. Hier noch ein Kommentar aus der TAZ, der ruhig etwas deutlicher hätte ausfallen können.

Thema: Kultur, Politik | Kommentare (4)

Neue Chefs braucht die Welt

Donnerstag, 12. Januar 2012 17:28 | Autor:

Diktatur der Führungskräfte

§ 1. Der Chef hat immer Recht.
§ 2. Sollte der Chef einmal doch nicht Recht haben, tritt automatisch § 1 in Kraft.

Es gibt im Arbeitsleben eine Spezies Mensch, über die wohl jeder eine Unterhaltung führen könnte. Könnte. Denn in der Realität sieht die Welt anders aus, weil es sich hierbei um äußerst wichtige Mitarbeiter an der Arbeitsstelle handelt: die Chefs.
Über die spricht man aber nur zu Hause oder höchstens im Pausenraum mit vertrauten Kollegen und nur hinter vorgehaltener Hand. Alles andere kann fatale Konsequenzen nach sich ziehen, es sei denn man hat als abhängig Beschäftigter das Kreuz, am Hinterteil des Chefs vorbei zu kriechen und auch sonst keine Probleme bei der Jobsuche.

Wer sich das nicht leisten kann muss Strategien finden, wie er die vielen Stunden auf Arbeit einigermaßen über die Runden bringt. Im schlimmsten Fall überreicht man sich als Mitarbeiter selbst feierlich die innere Kündigung und lässt sich für die Anwesenheit am Arbeitsplatz bezahlen. Das aber bringt weder den Chef oder das Unternehmen und schon gar nicht einen selbst weiter.

Chefs von der Stange

Die Missachtung der Bedürfnisse der Mitarbeiter ist eine furchtbar schlechte Angewohnheit vieler Chefs, die sie sich, das liegt in der Natur von schlechten Angewohnheiten, nur schwer abgewöhnen können. Da geht es ihnen nicht anders als den meisten Menschen. Hinzu kommt, dass Führungspersönlichkeiten nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch gewisse persönliche Präferenzen, wie bspw. das in Stellenanzeigen oft gewünschte Durchsetzungsvermögen mitbringen müssen. Sonst wären sie auch keine Chefs.
Allerdings ist es ein allgemein verbreiteter Trugschluss, dass sich das Vermögen sich auf Arbeit durchzusetzen, immer auch etwas mit Kompetenz zu tun hat. Wissen und Können sind die kleinsten Übungen auf dem Weg in die Chefetage. Eine dauerhafte Karriere, folglich das Erreichen und Verweilen an der Spitze, basiert vielmehr auf einem gnadenlos darwinistischen Konkurrenzkampf mit allen Mitteln, der vor allem eines ist: das Erbe der Industrialisierung.

Eben deshalb bedarf es auch eines Lanzenbruchs für die Spezies Chef, denn ihr Verhalten, also die Ausbeutung der humanen Ressourcen, hatte in den frühen Zeiten der Industrialisierung durchaus Sinn. Kapitalismus eben. Und natürlich kann man vortrefflich darüber streiten, ob der Weg seit der Erfindung von Dampf- und Spinnmaschine immer richtig und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht doch ein gerüttelt Maß zu viel war. Ändern kann man es aber nicht.

„Handwerk hat goldenen Boden.“

Das alte „Handwerk“ der industriellen Leitungspioniere hat es bis ins dritte Jahrtausend geschafft und kaum jemand wird bestreiten, dass die fundamentale Auslegung, also der Raubtierkapitalismus, eine erneute Hochkonjunktur erlebt. Deshalb – und das ist kein Widerspruch – sollten sich die Arbeitnehmer zunächst einmal in Verständnis für ihre Chefs üben, auch wenn das nicht immer einfach ist. Die Einsicht, dass Chefs lediglich ausgetretenen Pfaden folgen, weil sie es gar nicht anders gelernt haben und weil sich genau das seit etwas mehr als anderthalb Jahrhunderten bewährt hat, hilft dabei ungemein. Am Ende haben Chefs einen gehörigen Anteil am gesellschaftlichen Wohlstand von heute. Ohne der dem Kapitalismus eigenen Dynamik und seiner Fähigkeit Leader der „alten Schule“ hervorzubringen, wären die westlichen Gesellschaften nicht da wo sie sind. Deshalb war es früher – beinahe – richtig so zu handeln. Aber was ist mit heute?

Heute erinnern wir uns an damals. An die Storys vom Großvater, der stolz über das Selbstverständnis der Chefs von einst erzählte, als der Meister in der Fabrik die Arbeiter durchaus mal mit einem physischen Tritt in den Allerwertesten zu höheren Leistungen anspornte. Das waren die Zeiten, als es so etwas wie Gewerkschaften, Arbeits- und Kündigungsschutz oder Kurzarbeit noch nicht oder nur rudimentär gab. Es war eine wilde Zeit, in der Chefs mit ihren Mitarbeitern machen konnten was sie wollten. Das ist zum Glück vorbei, besser geworden ist es keineswegs.
Heute fördern Chefs die Motivation der modernen Mitarbeiter anders. Die Drohung von Werksschließungen oder so menschenfeindlichen Aussagen wie von „den hundert Arbeitslosen die nur darauf warten Ihren Job zu machen“ und „Wann Sie überlastet sind, bestimme ich!“, pressen auch noch den allerletzten Saft aus dem Kostenfaktor Mitarbeiter. Eigentlich kein Wunder, wenn die Angestellten dann innerlich kündigen.

Chice Büros, saubere Werkshallen und gewerkschaftliche Errungenschaften sollten Arbeitnehmer keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass die grundlegenden Mechanismen bei der Erzielung von Gewinn durch die Arbeit anderer nach wie vor wirken.
„Ja“, werden jetzt wohl die meisten Chefs sagen, „das Leben ist kein Ponyhof und Arbeit nur selten ein Vergnügen.“ Damit haben sie natürlich Recht, nur, so lautet der fragende Widerspruch, muss das denn so sein?
Nein, das muss es nicht. Aber um die Tür zum Ausweg zu finden, braucht es vor allem erstmal eines: gegenseitiges Verständnis füreinander und die Einsicht, dass die Arbeitswelt ist wie sie ist, aber nicht so bleiben kann. Und das ist wohl die größte aller Herausforderungen.

Leistungsträger

Das diese Herausforderung längst nicht so riesig ist, wie sie landläufig immer dargestellt wird, beweist der dänische Pharmariese Novo Nordisk, der weltweit ganz vorn dabei ist wenn es um die Behandlung von Diabetes geht. Mit 32.000 Mitarbeitern in 74 Ländern im Jahr 2011 und 6,42 Mrd. EUR Umsatz im Jahr 2008 ist das Unternehmen ein echtes Schwergewicht. Novo Nordisk ist Dänemarks größtes Unternehmen, fast doppelt so groß wie der Logistikgigant A. P. Møller-Mærsk.
Fragt man einen Dänen nach dem idealen Arbeitgeber ist es sehr wahrscheinlich, dass er beginnt von Novo Nordisk zu erzählen. Manch einer tut das sogar dann, wenn er wegen fehlender Qualifikationen niemals auch nur den Hauch einer Chance hätte, von Novo Nordisk zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Aber woraus speist sich dieses sagenhafte Image des Pharmakonzerns, der branchen- und vorurteilsbedingt von Haus aus im Verdacht der Profitmaximierung mit allen Mitteln steht?
Die Antwort ist recht einfach. Es hat etwas mit der Unternehmenskultur zu tun, mit der Corporate Social Responsibility (CSR), was auf deutsch nichts weiter bedeutet als unternehmerische Gesellschaftsverantwortung. Und es hat etwas damit zu tun, dass CSR für die Chefs von Novo Nordisk kein Feigenblatt ist um lediglich das Image ein wenig aufzupolieren. Diese Chefs meinen es ernst.

Was? Schon Feierabend?

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Novo Nordisk, Mads Øvlisen, fordert deshalb von Führungskräften, dass diese neben ihrem Hirn auch das Herz mit an die Arbeit nehmen. In seinem im November 2011 in Dänemark erschienenen Buch „Heartcore – Tanker om ledelse“ (Heartcore – Gedanken über Führung) beschreibt er auf 189 Seiten die Gedanken und Strategien, auf denen der Erfolg des Unternehmens aufbaut. Als grundsätzliches Fundament führt er den ökonomischen, ökologischen und sozialen Dreiklang an – weil für ihn „menschliche Werte und Haltungen, kurz Anstand, genau so wichtig sind, wie die ökonomischen Resultate des Unternehmens“.

Das Ergebnis ist eine Gewinnerkultur, die das Engagement der Menschen im Unternehmen für das Unternehmen fördert. Diese Kultur sorgt dafür, dass das Wissen, die Ideen und die Passion für permanente Erneuerung langfristig die Konkurrenzfähigkeit auf dem globalen Markt steigert. Neue Stellen werden, wenn das möglich ist, aus der Belegschaft heraus rekrutiert. Augenhöhe und das Vertrauen der Chefs in die Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter, bewirkt bei den Angestellten vor allem Schaffensdrang und Spaß an ihrer Arbeit. Diese Kultur schafft das Bewusstsein von Verantwortlichkeit und die Grundlage zu diesem außergewöhnlichen Weg zum Erfolg.

Die Mitarbeiter bei Novo Nordisk machen ihre Arbeit nicht, weil es ihre Pflicht ist oder weil sie das Einkommen brauchen. Sie kommen auf Arbeit, weil sie überzeugt sind, dass es fantastisch ist diese Möglichkeit zu haben. Diese Angestellten geben alles. Die Lust und den Willen der Mitarbeiter ihren Job so gut wie möglich zu machen fördern die Chefs ganz bewusst, in dem sie daran erinnern, weshalb das Unternehmen macht was es macht, wohin es in Zukunft gehen soll und woher das Unternehmen kommt.

Aber Mads Øvlisen ist Unternehmer und somit Chef genug, um nicht unmittelbar an das Konzept der weichen Werte zu glauben:

Wenn man ein Unternehmen auf der Basis von Werten führt, müssen diese genauso messerscharf definiert sein wie jeder Haushalts- und Projektplan. Deshalb müssen die Werte auch konsequent als ein ganz gewöhnlicher Teil des Alltags gehandhabt werden, in dem das Verhalten der Führungskräfte und Mitarbeiter gemessen und beurteilt werden kann.

Hvis man skal drive virksomhed på basis af værdier, skal de være lige så knivskarpt defineret som ethvert budgetmål og enhver projektplan. Derfor skal værdierne også håndhæves konsekvent som en helt almindelig del af hverdagen, hvor ledere og medarbejderes adfærd kan måles og vurderes.

Bei so viel smarter unternehmerischer Philanthropie fehlt eigentlich nur noch eine Frage. Was sagen die Aktionäre dazu? Nicht viel. Ähnlich wie bei der deutschen Robert Bosch GmbH hält eine gemeinnützige Stiftung die Mehrheit am Unternehmen. So diktieren nicht Shareholder, Familienpatriarchen oder irgendwelche „Manager“ die beiden Konzerne, sondern Leute, die sich damit auskennen. Das gibt den Mitarbeitern Sicherheit und zeigt ihnen genau, wo sie, ihre Chefs und das Unternehmen stehen. Wegen dieser Kultur wurde bei Bosch fast nebenbei das ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) für unsere Autos erfunden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Klar, nicht jedes Unternehmen muss und kann sich durch so eine Stiftung von den Marktmechanismen befreien, wie die zwei schönen Riesen. Wenn aber ein paar Chefs die Bedeutung der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung erkennen und ihre Mitarbeiter nicht mehr als Kostenfaktor betrachten, sondern als eine wertvolle Investition, die sich bei richtiger Pflege mehr als nur bezahlt macht, dann werden sie auch ganz schnell merken, dass sich ihre Unternehmen nicht im luftleeren Raum befinden, sondern inmitten einer Welt voller Probleme und Möglichkeiten.

Genau diese Welt sucht händeringend neue Chefs.

Quellen:

- Novo Homepage: Novo Nordisk (eng)
- Wikipedia: Mads Øvlisen
- Gyldendal: „Heartcore – Tanker om ledelse“ (dan)
- Wikipedia: Corporate Social Responsibility (deu)
- Ingenøren: Novo Nordisks tidligere topchef: Ledere skal have hjertet med (dan)
- Wikipedia: Novo Nordisk Stiftung (deu)
- Wikipedia: Novo Nordisk (deu)
- Wikipedia: Novo Nordisk (dan)
- Wikipedia: Robert Bosch Stiftung (deu)
- brand eins: Die Ideenmaschine Ein Werksbesuch bei Bosch. (deu)

Thema: Allgemein, Kultur, Politik, Umwelt, Wirtschaft | Kommentare (2)

Der einsame Flug der FDP

Freitag, 6. Januar 2012 15:40 | Autor:

Politiker, soweit hat es sich schon herumgesprochen, schweben im Allgemeinen weit über der Realität. Dass die FDP trotz Tieferlegung immer noch ein wenig höher schwebt, ist auch bekannt. Was aber Philipp Rösler, Vizekanzler, Wirtschaftsminister und Bundesvorsitzender der FDP sagt, kann geradezu als extraterrestrisch kategorisiert werden. Auf dem “Dreikönigstreffen” im Stuttgarter Theater offenbarte er uns seine aktuelle Weltsicht:

„Deutschland geht es besser als unter Rot-Grün. Deutschland geht es besser als unter der großen Koalition. Deutschland geht es gut unter dieser Bundesregierung, unter Schwarz-Gelb.“

Na ja, möchte man jetzt als geneigter Zuhörer vielleicht sagen, das ist halt der Rösler-Bursche, der weiß es eben noch nicht besser. Er ist ja noch so jung und lernt noch. Und ernst nimmt ihn sowieso keiner, schlimmer kann es nicht kommen.

Doch es kann. Der FDP-eigene Lilalaunebär, “Entwicklungsminister” (Ha! Ha! Ha!) Dirk Niebel, setzt noch einen oben drauf und funkt aus einer weit entfernten Galxie, dass die Deutschen eben gerade das beliebteste Volk der Erde seien. Aber…

„doch nicht trotz FDP und Guido Westerwelle als Außenminister, sondern weil es die FDP und Westerwelle in dieser Regierung gibt“

Tja, da fällt auch dem gewogensten Zuhörer partout nichts mehr ein. Außer vielleicht darauf zu warten, dass die Erdanziehungskraft endlich zu wirken beginnt und sich die Partei auf den Möllemannchen Weg macht.

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Georg Schramm for Bundeskanzler? Eine Gegenrede.

Donnerstag, 5. Januar 2012 19:08 | Autor:

daMax schickte mir heute kommentarlos einen Link zu Spiegelfechter. Der Artikel ist eine wunderbar eloquent verpackte Ovation an Georg Schramm, weshalb Autor Schlesinger bereits in der ersten Woche des Jahres Georg Schramm zum „Mann des Jahres 2012“ kürt. Damit bin ich einverstanden, gehört doch Schramm für mich zu den bedeutendsten Deutschen unser Zeit.

Und was könnte ich jetzt alles über Georg Schramm schreiben. Ich könnte über die geschliffene Sprache referieren, mit der er gnadenlos die argumentativen Schnüre seiner Gegner durchtrennt. Ich könnte über seine intellektuelle Weitsichtigkeit sinnieren, die viel zu oft aus Mangel an Erkenntnisfähigkeit der Zuhörer nicht verstanden oder wegen der Konsequenzen, welche sich nunmal aus Erkenntnissen ergeben, ignoriert werden. Zustimmung hat ja nicht immer etwas mit Verstehen zu tun.
Selbstverständlich könnte ich auch einen bunten Strauß an Emotionen beschreiben, die mich durchfluten, wenn ich mir vor lauter Zustimmung die Fäuste auf die Oberschenkel schlage. Denn Klatschen mag er nicht und die Faust, die nebenbei bemerkt gerne als Symbol für den von ihm beschworenen heiligen Zorn gelten darf, macht nicht annähernd so viel Lärm.

Stattdessen beschäftigt mich der Gedanke, besser eine Parole, die mir beinahe jedes mal begegnet, wenn ich es mit Texten oder Videos von Georg Schramm zu tun bekomme.

„Georg Schramm for Bundeskanzler, Bundespräsident, Regierungssprecher etc. pp.!“

Ich gebe zu, dass ich noch bis vor kurzem selbst diese Parole ins Internet geschrieben und in Gesprächen eingeworfen habe. Ich wollte sie sogar als inhaltlich redundanten Kommentar unter Spiegelfechters Artikel pappen. Denn diese Forderung zwingt zur Zustimmung. Aber dann schoss mir ein Gedanke durch den Schädel, der mich innehalten ließ.

Wer denkt bei dieser Forderung an Georg Schramm?

Niemand. Denn wer wollte schon etwas gegen solch ein intellektuelles Kaliber an Deutschlands politischer Spitze vorbringen, ohne Gefahr zu laufen als Nichtversteher von der Stufe der Erkenntnis gestoßen zu werden? Hilft einem diese Losung doch, kurz und knackig mitzuteilen auf welcher Seite man steht. Man muss zwar nichts vom Gesagten begriffen haben, sieht aber dennoch schlau aus – mit nur vier Worten und einem Ausrufezeichen.

Mal angenommen Schramm ginge in die Politik und bekäme ein Amt mit Verantwortung – was sollte er dann tun? Was würden wir, die ihn dorthin jubeln wollen, von ihm erwarten? Und was könnte er erreichen in diesem Sumpf aus Hinterlist, Korruption und Unfähigkeit? Könnte er dann, z. B. im Bundestag, noch immer so deutlich auftreten und erbarmungslos argumentieren, wie er es auf der Bühne tut?

Wohl kaum. Denn es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen den Brettern, die die Welt bedeuten und dem Parkett, auf welchem die Welt gestaltet wird. Die Bühne ist für Georg Schramm ein geschützter Bereich. Hier kann und hier darf er – ausdrücklich – alles sagen. Die Kunst schützt ihn.

Diesen Schutz hätte er in der Politik nicht, denn dort gibt es keine Satire, jedenfalls keine gewollte. Schramm müsste sich den politischen Gepflogenheiten unterordnen, koalieren und Kompromisse schließen. Niemals käme er mit seiner Radikalität den von ihm geforderten Zielen auch nur einen Millimeter näher. Denn Vernunft und Klarheit haben nur selten mit Erfolg zu tun, weil sich bisher noch immer einer gefunden hat der verhindert, dass sich Vernunft und Klarheit durchsetzen. Vor allem in der Politik.

Wer will, dass Georg Schramm Politik macht, sollte ihn lassen wo er ist. Ihn zu zitieren, seine Videos zu verbreiten und seine Pointen auswendig zu lernen ist wohl die beste politische Meinungsbildung, die man in diesem Land bekommen kann. Allerdings sollte man sich nicht scheuen die Konsequenzen aus den Erkenntnissen zu ziehen, die Schramm so leidenschaftlich wie eindeutig von der Bühne ruft.

Der einzig legitime Wunsch, welchen die Zuhörer an Georg Schramm stellen können ist der, auch weiterhin die Menschen im Land an der von ihm geschwungenen Fackel des heiligen Zorns zu entzünden. Genau deshalb sieht Georg Schramm sich selbst nur als Mittel zum Zweck. Weil er als Politiker seinen Geist nicht in die Politik tragen kann. Wohl aber als Kabarettist.

Schlesingers ganzer Artikel: „Mann des Jahres 2012: Georg Schramm“ inkl. Video „Sprache der Politik“

Thema: Georg Schramm & Co., Politik | Kommentare (3)

Schluss mit lustig oder Anarchie in Germoney

Donnerstag, 25. August 2011 13:31 | Autor:

Dies ist ein Beitrag von Arno, der sich sehr über das Weitererzählen freut. Das eingebundene Video ist ein Beitrag von Report Mainz vom 22.08.2011. Titel: Bundestag ohne Macht – Wie Merkel das Parlament bei der Eurorettung übergeht.

Anarchie in Germoney

 

Wie heißt es so schön im Grundgesetz, Artikel 20 (4):

Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen.

Schäuble plant den Staatsstreich und will das Parlament seines Haushaltsrechts berauben.

Verstöße gegen das Grundgesetz durch die Politik sind ja nun nichts wirklich neues, aber bisher hat stets der Nebensatz „wenn andere Abhilfe nicht möglich ist“, revolutionäre Umtriebe verboten, weil es ja noch andere Abhilfe gab: Abwählen.

Das ist jetzt jedoch nicht mehr möglich, weil es seit Anfang Juli kein verfassungskonformes Bundestagswahlrecht mehr gibt. Die Regierung hat es nicht für nötig befunden, das letzte verbleibende Recht des Souveräns – das Wahlrecht – innerhalb von drei Jahren verfassungsgemäß umzugestalten.

Damit sind alle Voraussetzungen nach Artikel 20(4) gegeben.

Diese Regierung ist der demokratische Abschaum, sie verhöhnt das Volk und tritt seine Rechte mit Füßen. Wir sind endgültig in der Diktatur angelangt.

Revolution!!!!

Thema: Allgemein, Kultur, Politik, Wirtschaft, Zukunftspläne | Kommentare (0)

Cyberwährung als alternatives Zahlungsmittel

Donnerstag, 25. August 2011 10:30 | Autor:

Früher oder später geht es den Banken an den Kragen und Geld wird wieder das, als was es einmal erfunden wurde; ein Werkzeug um mit Waren und Dienstleistungen handeln zu können und Projekte zu finanzieren, die dem Gemeinwohl dienen.

Der Elektrische Reporter und seine Redaktion haben mal ein bisschen gesponnen und versucht in die Zukunft zu schauen. Ihre Gedanken sind gar nicht so abwegig und an die bereits existierende Idee von Bitcoin, also elektronischem Geld, angelehnt.

Nur die Banken und die Politik schieben wieder (berechtigte) Panik, weil solche Ideen an ihrer Macht rütteln.

Weshalb nur eine einzige Parole gelten kann:

Weitermachen!

Thema: Allgemein, Geschichte, Kultur, Politik, Wirtschaft, Zukunftspläne | Kommentare (1)

Alles Verschwörung oder was? KenFM über 9/11 – die Terrorlüge wird 10 Jahre alt

Dienstag, 23. August 2011 22:25 | Autor:

Was soll ich sagen…?

Spitzt die Ohren, macht euch erst selbst einen Kopf, dann noch Gedanken und geht hernach raus und stellt Fragen.

Verdammt noch mal!

Thema: DIVN, KenFM, Politik, Wirtschaft | Kommentare (1)

Mach´s gut Vicco von Bülow

Dienstag, 23. August 2011 15:28 | Autor:

Danke für alles, Loriot.

* 12. November 1923, † 22. August 2011

Thema: Allgemein, Georg Schramm & Co., Kultur, Unsinn & Nonsens | Kommentare (1)