Schade …

Mittwoch, 30. Juni 2010 21:26 | Autor: Olaf Sander

… da ist ein wirklich guter Bundespräsident an den Deutschen vorbei gegangen. Christian Wulff ist nach dem dritten Wahlgang neuer Bundespräsident, Joachim Gauck hat allen Respekt verdient.

Die Linken könnte ich einfach nur noch ohrfeigen. Die sind auch mehr als zwanzig Jahre nach dem Mauerfall noch immer nicht in der Realität und im geeinten Deutschland angekommen.

Und das ist wirklich schade.

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Keine Wal vor dem bösen Erwachen?

Dienstag, 22. Juni 2010 20:04 | Autor: Olaf Sander

Wir Menschen sind schon eine komische Spezies. Wir zerstören oftmals das, was wir lieben und brauchen. Viel zu häufig tun wir das völlig sinnfrei. Es hat nämlich keinen Sinn, die Welt nach Diamanten umzugraben, nur weil irgendwann einmal irgendwer gemeint hat, es gäbe nichts wertvolleres, als Diamanten.

Genauso wenig ist es sinnvoll Öl aus der Tiefsee zu holen, obwohl wir von der Tiefsee weniger wissen, als vom All und alle Energie die wir benötigen aus dem All kommt und wir sogar so clever sind, sie einzufangen und zu nutzen.

Am allerwenigsten aber ist es sinnvoll, Wale zu töten um sie zu essen, oder wie die Japaner es nennen, wissenschaftlich zu untersuchen. Sicherlich muss man bei Völkern eine Ausnahme machen die sich aus gutem Grund von Walen ernähren, aber auch nicht mehr jagen, als sie brauchen, wie die Innuit z. B.

Andererseits fliegen wir bis zum Mond, also nicht alle, aber ein paar von uns, weshalb es sicherlich auch noch andere Möglichkeiten gäbe, diese Völker mit den für sie nötigen Nährstoffen zu versorgen. Aber sei´s drum. Weder Island noch Norwegen und schon gar nicht Japan müssen Wale fangen. Es gibt einfach keinen Grund dafür, Traditionen hin, Traditionen her.

Dieser Tage tagt in Marokko die Internationale Walfangkommission (IWC) und es bestehen gute Chancen, dass das seit 1986 bestehende Verbot des kommerziellen Walfangs fallen könnte. Passiert das, erleben wir vor dem bösen Erwachen nochmal eine große Fettlebe, einen gierigen Tausch von Leben in Geld. Und all das nur, weil Traditionen angeführt werden, um einem “Genuss” frönen zu können. Mir sind die Wale wichtiger, als – ich bitte um Entschuldigung für die Wortwahl – beschissene Traditionen, die die Welt nicht besser, sondern nur schlechter machen.

Einer, der sich seit längerem für den Schutz der Wale einsetzt und die Welt besser macht, ist Mario Adorf. Er hat einen Spot gedreht, in dem er, der wunderbare Vorleser, die Geschichte von Jenny erzählt. Ihr solltet sie Euch anhören.

English version

Ich bin davon überzeugt, dass die Wale fangenden Länder vielstimmig hören müssen, wie sehr wir, und vor allem die Wale, auf deren dümmliche Traditionen verzichten können. Eine der Organisationen die diese Stimmen bündeln ist Avaaz.org.
Avaaz hat mir heute Mittag geschrieben, dass nur noch 72 Stunden Zeit bleiben, bis die Entscheidung fällt. Da hatten schon 800.000 unterschrieben. Das Ziel war 1 Millionen. Jetzt sind es schon über 1.040.000.

Das heißt aber nicht, dass damit alles gut ist, denn jede Stimme zählt und weit übertroffene Zielsetzungen machen glücklich. Also, macht Euch und die Wale glücklich und unterschreibt.

Vielen Dank dafür.

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Sind Italiener unmenschlich?

Sonntag, 20. Juni 2010 23:56 | Autor: Olaf Sander

Gut, ich gebe es zu. Die Frage in der Überschrift ist herb und purer Populismus. Natürlich sind die Italiener nicht mehr oder weniger menschlich als andere Völker auf diesem Planeten. Aber anderseits ist es in dieser Zeit, in der Fussball und schwedische Hochzeiten mehr mediale Aufmerksamkeit bekommen als verdient, gar nicht so schlecht, mal ein bisschen zu pauschalisieren und zu polemisieren. Es hat sich nämlich noch immer nichts verändert an der Problematik mit den afrikanischen Flüchtlingen am Mittelmeer.

Zitat: www.tagesschau.de vom 20.06.2010

17. Juni: Ein Boot mit Dutzenden Flüchtlingen an Bord setzt vor Sizilien ein Notsignal ab. Eine Suchaktion der Küstenwache mit Schiffen und Hubschraubern bringt kein Ergebnis.

18. Juni: Im Hafen von Bari entdeckt der italienische Zoll in einem Lastwagen zehn illegale Einwanderer aus Afghanistan und dem Iran. Der Lkw kam mit der Fähre aus Griechenland – dorthin werden die Männer zurückgebracht

18. Juni: Auf der Insel Linosa finden Carabinieri 14 Bootsflüchtlinge mit noch nassen Kleidern.

Das Morden geht weiter. Jeden Tag. Es gibt nach wie vor keine Lösung für dieses Problem. Nur eine Strategie. Und die heißt abschirmen und abschieben.

Vorher stellt man aber die Flüchtlinge erst noch mit Medikamenten ruhig, freilich ohne ihnen Toilettenpapier und Seife zu geben.

Hier in Europa.

Jetzt.

Wer nicht glauben möchte wie erbärmlich diese Menschen leben müssen, oder wer generell auf Dystopien steht, der schaut sich bitte diesen aktuellen Beitrag von SPIEGEL-TV an. Wer aber nicht sehen oder wissen mag, was Menschen Menschen antun, der guckt weiter Fußball. Oder Hochzeit. Je nach dem, was ihm wichtiger ist.

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Für den kleinen Rassismus zwischendurch

Freitag, 18. Juni 2010 0:23 | Autor: Olaf Sander

Neulich begegnete mir eine deutsche Familie die Urlaub in Dänemark machte. Sie hatten einen Hund dabei und weil ich mit ziemlicher Sicherheit in einem meiner früheren Leben ein Hund gewesen sein muss, hatten wir gleich einen guten Draht zueinander. Also der Hund und ich.

Dieser Hund war ein besonders schmuckes Tier. Er war muskulös, vielleicht 60 bis 70 cm groß, mit wachem, neugierigen Blick und sein Gesicht war freundlich, während die Rute wedelte. Das rotbraune kurze Fell glänzte in der Sonne und wir zwei konnten gar nicht anders, als uns als Brüder im Herzen zu begrüßen.

Allerdings hatte sein Fell eine Besonderheit die ich so noch nicht kannte. Ein etwa zwei bis drei Finger breiter Streifen des Fells auf dem Rücken des Hundes wuchs gegen den Strich. Diese Hunderasse hatte ich noch nie gesehen. Klar, dass ich den Besitzer fragte, was das für ein Hund ist.

Leicht zu mir herunter gebeugt, ich war ja auf Augenhöhe mit dem Hund und nicht mit ihm, hielt er sich seine Hand vor den Mund und sagte mit gedämpfter Stimme, so das nur der Hund und ich es verstehen konnten;

„Das ist unser Neger…“

Dabei grinste er mich an, als sähe er in mir einen Verbündeten im Kampf für die Aufrechterhaltung der Sklaverei. In Wirklichkeit habe ich überhaupt nicht begriffen, was dieser Hund mit menschlicher Hautfarbe zu tun haben soll. Das einzige was mich einen kurzen Augenblick lang verstörte war die Tatsache, das dieser eigentlich sehr gepflegt aussehende Mann, mir als wildfremder Person, diesen diskriminierenden Stereotyp auftischte.

Dieser kleine Augenblick der Verwirrung muss sich in meiner Mimik wiedergefunden haben, was, so viel emotionale Intelligenz scheint dann wohl doch beim Besitzer des Hundes vorhanden gewesen zu sein, das Herrchen ganz richtig als die mit Gesichtszügen ausgedrückte Frage „Wie jetzt… …Neger?“ interpretierte.

„Das ist ein Rhodesian Ridgeback. Der kommt aus Afrika.“

Was sollte ich, nachdem mir dieser Mann mit nur einem Satz seine Weltanschauung offenlegte, denn da noch antworten? Eigentlich tat mir nur noch der Hund leid. Und die Kinder des Hundebesitzers. Und vielleicht auch seine Frau.

Mit so einem Rassisten reden wollte ich jedenfalls nicht, auch wenn ich wirklich gerne mehr über den Hund und seine Rasse erfahren hätte. Vermutlich hätte der Mann aber gar nicht so viel zu erzählen gewusst, außer „Der kommt aus Afrika.“.

In diesen Gedankengang hinein schleckte mir der Hund mit seiner Zunge einmal komplett über die rechte Seite meines Gesichts. Ich fühlte Ekel.
Aber nicht wegen des leckenden Hundes oder der Nässe, die sein Speichel unweigerlich hinterließ. Das war nur Ausdruck seiner Zuneigung und außerdem kann ich mich dagegen wehren und mich waschen.

Den eigentlichen Ekel fühlte ich gegenüber diesem Menschen, der einer von den Vielen ist die tagtäglich mit ihrer kleinen Portion Rassismus dafür sorgen, dass die Welt ist, wie sie ist.

Ich habe dann dem Hund einen schönen Tag gewünscht und bin gegangen.

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Papa will da nicht mehr wohn’

Sonntag, 13. Juni 2010 5:48 | Autor: Olaf Sander

Das Gerücht, nur schwarze Sänger hätten genügend Soul um so richtig “soulig” zu sein, hält sich nach wie vor hartnäckig – wie sich überhaupt noch viele Ansichten und Denkschemata aus den 60ern hartnäckig halten. Dabei ist schon längst klar, dass der Soul, wie so oft, keine Frage der Hautfarbe, Rasse oder sonstigen “Trennungsgründen” ist, sondern eine des Herzens.

Einer der überhaupt nicht nach Soul aussieht, dafür aber um so mehr davon hat, ist der Hamburger Musiker Stefan Gwildis. Als Sohn normaler Eltern – andere würden sagen, er stamme aus “einfachen Verhältnissen” – hatte er wohl kaum Unterstützer, um sein Talent zu fördern und seine Liebe zur Musik ausleben zu können.
Um als Straßenmusiker über die Runden zu kommen, hielt er sich mit gelegentlichen Jobs als Lagerarbeiter, LKW-Fahrer, Sonnenbankaufsteller oder Weihnachtsmann über Wasser. Vermutlich ist das Grund für seinen Soul.

Das Video, welches ich Euch heute wärmstens Empfehlen möchte und bei dem es mich besonders freut, es in meine kleine aber feine Musiksammlung aufzunehmen, ist eine Adaption des Temptation-Hits „Papa was a rollin’ stone“.

Nach einer wunderbaren Eintaktung von über 30 Sekunden Länge, entleert der Trompeter sein Herz über sein Instrument und breitet einen Klangteppich über den Hamburger Stadtpark aus, dass selbst die coolsten Hip-Hoper der Hansestadt feuchte Augen bekommen haben dürften.

Und dann kommt Stefan Gwildis und singt einen einfachen und mitsingbaren Text, der große deutsche Gefühle bewegt, vor allem dann, wenn er auf solcherlei Wendegewinner wie mich trifft.

Ungefähr in der Hälfte angekommen erhält das Solo des Trompeters eine Antwort. Und zwar von einer genial gespielten E-Gitarre, deren klingende Emotionen sich nach fast zwei Minuten in einem musikalischem Orgasmus entladen.

Der Rest ist die Zigarette danach. Ruhig und gediegen, mit viel Takt und Stimme. An dieser Stelle möchte man, mir geht es jedenfalls so wenn es sich um solcherlei schöne Herzensangelegenheiten handelt, gleich noch einmal.

Besonderer Dank geht an Veit, der mir Stefan Gwildis gezeigt hat und, ganz ausdrücklich, an die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die diese Art Konzerte hin und wieder des nächtens ins Fernsehen bringt. Bei aller berechtigter Kritik an ihnen, aber bei RTL & Co. wird einem höchstens alle Nase lang ein anderer talentbefreiter Bühnentrottel feil geboten, dessen Platten wir kaufen sollen. Qualität – und Soul – indes, bekommt man dort nicht.

Thema: Medien, Musik | Kommentare (0)

Mach´s gut Georg Schramm

Dienstag, 8. Juni 2010 19:29 | Autor: Olaf Sander

Heute ist ein schöner Tag. Heute kommt die für mich wichtigste und schönste und anspruchsvollste Sendung im deutschen Fernsehen, nämlich „Neues aus der Anstalt“ im ZDF.

Aber heute ist auch ein trauriger Tag für mich. Denn heute verlässt Georg Schramm die Anstalt. Ihm ist das Fernsehen nicht geheuer und die Bretter der Kleinkunst sind sein Zuhause.

Das kann ich gut verstehen.

Und dennoch ist mir nicht wohl zu Mute. Denn 36 Mal hat mir Georg Schramm in der Anstalt aus der Seele und ins Herz gesprochen. 36 Mal habe ich seine Worte, Schlüsse und Pointen aufgesogen wie ein trockener Schwamm das Wasser. 36 Mal habe ich tiefe Dankbarkeit für ihn empfunden, weil – und wie – er sagte was Sache war. Er wird mir sehr fehlen.

Nein, das ist nicht pathetisch. Das ist so.

Bleibt nur noch, Georg Schramm alles erdenklich Gute zu wünschen.

Und derweil auf sein nächstes Buch zu warten und auf sein neues Bühnenprogramm zu verweisen.

Allerdings, einen kleinen und überaus bissigen Georg Schramm habe ich noch für Euch – und natürlich für mich. Es ist ein äußerst hörenswertes Interview, geführt von Deutschlandradio Kultur, in dem Georg Schramm seiner Entzückung über Köhlers Rücktritt freien Lauf lässt. Hier gehts zum entzückenden Interview.

Thema: Georg Schramm & Co. | Kommentare (4)

Rücktritt ersetzt Verantwortung

Montag, 31. Mai 2010 18:20 | Autor: Olaf Sander

Plötzlich und völlig unerwartet ist unser geliebter Bundeshorst Köhler von uns gegangen. Das heißt, er ist zurück getreten. Weil nämlich der Respekt vor seinem Amt fehlt, sagt er.

Aha.

Wenn bald noch eine Ratte unerwartet das Schiff verlässt, sollten wir mal nachschauen, ob der Seelenverkäufer namens “Deutschland” nicht gerade dabei ist abzusaufen.

Thema: Politik, Wirtschaft | Kommentare (8)

Husch husch, in die Blogroll

Samstag, 29. Mai 2010 20:19 | Autor: Olaf Sander

Damit anderer Leute Blogs in meine Blogroll kommen, müssen sie sich bei mir erstmal einen Ruf verdienen. Und zwar einen guten. Das heißt, sie müssen mich immer wieder auf ihre Seite ziehen, was aber gar nicht so einfach ist, denn ich habe Ansprüche.

Gelungen ist das in letzter Zeit:

Arnos Schwatzer Blog. Allein schon wegen des aktuellen Artikels “Köhler ist unschuldig”.

Dem (wer-hat-Angst-vor-der-Zukunft) doktorsblog. Utopie oder Dystopie? Chris, so heißt der Blogger, würde wahrscheinlich sagen eine Mischung aus beidem. Für mich hat er mit seiner Seite ein kleines Schaufenster in die Zukunft geschaffen. Und in die (moderne?) Kunst.

Na und Veit. und so weiter wort heißt sein Blog. Genau das erhebt er, siehe ein Beitrag weiter unten. Wer Veit kennt, weiß was ich meine. Wer nicht, bitte klicken.

Thema: Allgemein, Computer & Internet | Kommentare (5)

“das internet ist wie guerilla-krieg.”

Samstag, 29. Mai 2010 16:59 | Autor: Olaf Sander

“wenn ich im einen tal nicht weiterkomme, mache ich an der nächsten steige weiter.”

Der, der das sagt, nämlich Veit, hat keinen blassen Dunst von der technischen Seite des Internets. Er ist, was das betrifft, wie du und ich ein DAU. Das würde ihn und alle anderen technischen DAU – hörte man an dieser Stelle auf mit dem Denken – gleich machen mit jenen Politikern, Soziologen und anderen selbsternannten Experten, die da meinen und fordern, man müsse die Kinder der Gesellschaft vor gewissen Erkenntnissen, Tatsachen, Einflüssen, Meinungen und vielem mehr beschützen, damit sie keinen Schaden nähmen.

Zum Glück hört Veit an dieser Stelle nicht auf mit dem Denken. Und zum Glück hat er ein großes kulturelles Verständnis für das Internet und kennt sein ideelles Wesen. Das unterscheidet ihn wirklich sehr von den Politikern, Soziologen und anderen selbsternannten Experten.

Ihr solltet deshalb unbedingt seinen Artikel “das internet und die meinungsfreiheit” lesen. Da macht er nämlich deutlich klar, dass es der Politik nicht darum geht die Kinder zu schützen, sondern ausschließlich sich selbst.

Um das zu verstehen braucht es kein technisches Verständnis. Nur den Mut zu Ende zu denken und das Ergebniss des Prozesses auszusprechen. Sonst war´s das nämlich mit der Meinungsfreiheit.

Danke Veit.

Thema: Computer & Internet, Kultur, Medien, Politik, Zukunftspläne | Kommentare (2)

Alles Porno oder was?

Donnerstag, 27. Mai 2010 19:06 | Autor: Olaf Sander

Der AK Zensur hat eine richtig gute Idee gehabt und gleich mal umgesetzt. Jeden Tag stellen sie eine Internetseite vor, die, dafür müssen Betreiber eine Internetseite ja vielleicht bald Sorge tragen, nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) eine Altersfreigabe bekommen muss. Nach diesem Gesetz muss nämlich geprüft werden, ob die Seite für Kinder Entwicklungs- oder gar Erziehungsbeeinträchtigend ist.

Die Frage, die der AK Zensur an seine Leser stellt, ist, wie diese einschätzen, ab wann diese Seite freigegeben werden sollte. Am nächsten Tag, hier also morgen, verrät der AK Zensur dann die Einschätzung von fachlich versierten Medienpädagogen, die die Seite danach beurteilen, wie sie nach dem neuen Gesetz beurteilt werden müsste. Ob das aus medienpädagischer Sicht sinnvoll ist oder nicht spielt dabei – wie so oft bei neuen Gesetzen – keine Rolle. Jeden Tag folgt eine neue Seite mit dem gleichen Ablauf. Vorschläge können gerne gemacht werden.

Die heute vorgestellte Seite beschäftigt sich mit Intimrasuren und existierte schon in Zeiten des Usenet.

Bitte beurteilt selbst und helft dem Arbeitskreis, so viel Feedback wie nur möglich zu erhalten.

Danke.

(vie Fefe)

Thema: Computer & Internet, Kultur, Medien, Politik, Zukunftspläne | Kommentare (5)

Unterschiede

Mittwoch, 26. Mai 2010 17:37 | Autor: Olaf Sander

Vor dem Haus, in dem ich wohne, ist eine begrünte Freifläche mit Bank, Tisch und Grillplatz. Dieser wird, wenn es das dänische Wetter hergibt, fast das ganze Jahr über genutzt. Dabei geht es eigentlich immer erstmal laut zu. Vor dem Grillen kommt lautes Reden, lautes Lachen und laute Musik. Bevor der appetitanregende Geruch von Grillfleisch und Würstchen in mein Wohnzimmer dringt, habe ich die Fenster meist schon geschlossen. Aber nur wegen des Lärms und nicht weil es riecht.

Heute ist das nicht so. Heute gibt es keinen Lärm und trotzdem Düfte, die mir Hunger machen. Obwohl es viel mehr Menschen als gewöhnlich sind, die den Grillplatz gerade bevölkern, kommt kaum Geschnatter oder Gekicher bei mir in der zweiten Etage an. Nur der Grill qualmt und füllt die Luft mit seinem herrlichen Odeur.

Die Grillmeister sind andere als sonst. Es sind Chinesen und in meiner Nachbarschaft wimmelt es nur so von ihnen. Das glaube ich jedenfalls. Vielleicht sind es auch nur drei oder vier. Aber für mich sehen Chinesen ja eh alle gleich aus, es sei denn, es ist mal ein Dicker mit dabei. Der hebt sich natürlich ab und bleibt in meiner Erinnerung. Aber sonst bekomme ich von denen nicht so viel mit.

Ihre stille und unaufdringliche Art gefällt mir. Genauso wie der Geruch ihres Grills, der mich an so einige wilde Bacchanale am Busen der Natur erinnern lässt, bei denen immer auch ein Grill mit dabei war. Das ist Kopfkino vom Feinsten, aber darum geht es hier ja gerade nicht.

Erstaunlich finde ich, dass zehn Chinesen weniger Lärm machen, als drei Dänen. Beim Duft geben sie mir Anlass riechend in der Vergangenheit zu schwelgen und sie nerven mich nicht mit ihrer Lautstärke.

Aber ganz besonders sympathisch an diesen Chinesen finde ich, dass sie am Ende ihren Müll wieder mitnehmen. Auch da unterscheiden sie sich sehr von den Dänen 1.

  1. Damit keine Missverständnisse entstehen: die Dänen sind sehr auf Sauberkeit bedacht und überall stehen Papierkörbe und immer kommt auch ein Angestellter der Kommune, der aufräumt. Aber das kann 1. dauern und ist 2. keine Entschuldigung dafür, seinen Mist überall liegen zu lassen.

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Der Applaus des Autors

Dienstag, 25. Mai 2010 13:49 | Autor: Olaf Sander

Ich bin stolz.

Mein Artikel 75facher Mord, untermalt von der Ode “An die Freude” hat, von mir völlig unbemerkt, eine kleine Reise in die Welt angetreten.

Er wurde in das Amharische, in die tigrinische, arabische und englische Sprache übersetzt.

Was mehr kann ein Autor erwarten?

Ich bin dankbar und verneige mich vor diesem – meinem! – Publikum.

(Danke Nazareth)

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Koch wirft Handtuch am Handtuchtag

Dienstag, 25. Mai 2010 13:08 | Autor: Olaf Sander

Na das ist doch mal ne Überraschung. Merkel hat Koch schon ewig nicht mehr mitspielen lassen und er hat sie immer gepiesackt. Nun aber hat die Kanzlerin gewonnen und Koch wirft das Handtuch.

Das hat Stil. Vor allem weil heute internationaler Towel-Day ist.

Koch ist trotzdem ein [***bitte hier Wunschname einsetzen***].

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Popmusik made in Afrika

Montag, 24. Mai 2010 16:56 | Autor: Olaf Sander

Ich bin ja immer auf der Suche nach Musik, die meinen Fetisch in Sachen Melodie und Takt bedient. So gesehen wundert es mich nicht, dass ich dieses Mal in Afrika fündig geworden bin. Wie eigentlich immer, wenn es um diesen Kontinent geht, ist die Auswahl vielfältig, weshalb ich euch heute mit einer ganzen Armada an gute Laune verursachender Musik beglücken möchte. Was ihr machen müsst ist klicken. Eure Beine fangen schon ganz von allein das Tanzen an…

Beginnen möchte ich mit einer jungen Künstlerin, deren Gesang und Stimme vom ersten Augenblick an Spaß macht. Kachanana heißt sie und kommt aus Sambia. Mit dem ersten der drei Videos von ihr grüße ich besonders Garry und Andy. Ihr wisst schon…

Das zweite Lied von Kachanana ist eindeutig ein Lied über die die Liebe. Nizachita Bwanji, so heißt der Song. Was das bedeutet? Ich habe keine Ahnung. Aber die Musik ist in jedem Fall große Klasse.

Und weil es so schön ist und mir Kachanana besonders gut gefällt, gleich noch ein dritter Ohrwurm von ihr.

Das nächste Video ist alles, nur nicht langweilig. Der Beschreibungstext bei YouTube sagt folgendes:

“Obsession girls from Uganda. These girls are so pretty and can dance”

Tja. Das triffts. Fröhlich, ausgelassen, wirklich sexy und überhaupt nicht billig. Die hier zu sehenden jungen Frauen zeigen nicht nur die pure Lust am Leben, sie sind – kleiner Tipp unter Männern – wirklich nett anzuschauen.

Dieser Song ist einer, der es auch hier zum absoluten Sommerhit schaffen könnte. Nur das dann Dieter Bohlen kein Geld daran verdienen würde. Wir sind hier ja schließlich in Deutschland und nicht in Uganda. Was im Übrigen erklärt, warum wir uns solche Leute wie Mark Medlock als Künstler verkaufen lassen müssen.

Damit es nicht heißt, ich hätte ein allzu ausgeprägtes Interesse nur an der Musik afrikanischer Frauen, hier noch ein Video eines ugandischen Künstlers namens Bobi Wine. Der ist nicht nur cool, sondern auch groovie…

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Heute so und morgen so und übermorgen anders

Samstag, 22. Mai 2010 19:32 | Autor: Olaf Sander

Keine drei Wochen ist es her, da ist der Schäuble noch mit vollem Karacho seinem Kumpel Ackermann hinten rein gefahren.

Ohne Ackermann…
Ach, die Krise hätte uns eiskalt erwischt.

Und heute?
Heute brennt die Luft.

25% Rendite können produzierende Unternehmen nicht leisten, sagt Schäuble.

Und deshalb (be)schließt er, dass sich die Finanzwelt nur um sich selbst dreht.

Was man daraus lernen kann?

Nicht viel.

Außer vielleicht, dass der deutsche Finanzminister ein Opportunist ist.

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