Damit anderer Leute Blogs in meine Blogroll kommen, müssen sie sich bei mir erstmal einen Ruf verdienen. Und zwar einen guten. Das heißt, sie müssen mich immer wieder auf ihre Seite ziehen, was aber gar nicht so einfach ist, denn ich habe Ansprüche.
Dem (wer-hat-Angst-vor-der-Zukunft) doktorsblog. Utopie oder Dystopie? Chris, so heißt der Blogger, würde wahrscheinlich sagen eine Mischung aus beidem. Für mich hat er mit seiner Seite ein kleines Schaufenster in die Zukunft geschaffen. Und in die (moderne?) Kunst.
Na und Veit. und so weiter wort heißt sein Blog. Genau das erhebt er, siehe ein Beitrag weiter unten. Wer Veit kennt, weiß was ich meine. Wer nicht, bitte klicken.
“wenn ich im einen tal nicht weiterkomme, mache ich an der nächsten steige weiter.”
Der, der das sagt, nämlich Veit, hat keinen blassen Dunst von der technischen Seite des Internets. Er ist, was das betrifft, wie du und ich ein DAU. Das würde ihn und alle anderen technischen DAU – hörte man an dieser Stelle auf mit dem Denken – gleich machen mit jenen Politikern, Soziologen und anderen selbsternannten Experten, die da meinen und fordern, man müsse die Kinder der Gesellschaft vor gewissen Erkenntnissen, Tatsachen, Einflüssen, Meinungen und vielem mehr beschützen, damit sie keinen Schaden nähmen.
Zum Glück hört Veit an dieser Stelle nicht auf mit dem Denken. Und zum Glück hat er ein großes kulturelles Verständnis für das Internet und kennt sein ideelles Wesen. Das unterscheidet ihn wirklich sehr von den Politikern, Soziologen und anderen selbsternannten Experten.
Ihr solltet deshalb unbedingt seinen Artikel “das internet und die meinungsfreiheit” lesen. Da macht er nämlich deutlich klar, dass es der Politik nicht darum geht die Kinder zu schützen, sondern ausschließlich sich selbst.
Um das zu verstehen braucht es kein technisches Verständnis. Nur den Mut zu Ende zu denken und das Ergebniss des Prozesses auszusprechen. Sonst war´s das nämlich mit der Meinungsfreiheit.
Donnerstag, 27. Mai 2010 19:06 | Autor: Olaf Sander
Der AK Zensur hat eine richtig gute Idee gehabt und gleich mal umgesetzt. Jeden Tag stellen sie eine Internetseite vor, die, dafür müssen Betreiber eine Internetseite ja vielleicht bald Sorge tragen, nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) eine Altersfreigabe bekommen muss. Nach diesem Gesetz muss nämlich geprüft werden, ob die Seite für Kinder Entwicklungs- oder gar Erziehungsbeeinträchtigend ist.
Die Frage, die der AK Zensur an seine Leser stellt, ist, wie diese einschätzen, ab wann diese Seite freigegeben werden sollte. Am nächsten Tag, hier also morgen, verrät der AK Zensur dann die Einschätzung von fachlich versierten Medienpädagogen, die die Seite danach beurteilen, wie sie nach dem neuen Gesetz beurteilt werden müsste. Ob das aus medienpädagischer Sicht sinnvoll ist oder nicht spielt dabei – wie so oft bei neuen Gesetzen – keine Rolle. Jeden Tag folgt eine neue Seite mit dem gleichen Ablauf. Vorschläge können gerne gemacht werden.
Die heute vorgestellte Seite beschäftigt sich mit Intimrasuren und existierte schon in Zeiten des Usenet.
Bitte beurteilt selbst und helft dem Arbeitskreis, so viel Feedback wie nur möglich zu erhalten.
Tom Buhrow sagte zwar in der Anmoderation zu dem Beitrag, dass da ein Video “aufgetaucht” wäre, verriet aber nicht wo. Und das ärgert mich, denn ich mag Tom Buhrow und die Tagesthemen und hätte mir gewünscht, die Quelle dieser imagaschädigenden “Unerhörtheit” für die Amerikaner, die Nato und den Krieg im Allgemeinen, schon aus seinem Mund, und nicht erst innerhalb des Beitrages selbst, zu hören.
Nennt mich Kümmelspalter, aber ich meine, dass diese Kleinigkeiten zum guten Ton eines guten Journalisten gehören – jedenfalls dann, wenn der Journalist einer freien und demokratischen Gesellschaft auf dem Weg ins Informationszeitalter angehört und er eine Sendung moderiert, die als Vorbild für seriöse Nachrichten gilt und noch dazu einen Bildungsauftrag hat.
Weil WikiLeaks nicht Wikipedia ist und weil (auch aber nicht nur) Tom Buhrow es versäumt hat, die nicht ganz so internetaffinen Zuschauer über WikiLeaks aufzuklären, müssen das eben andere übernehmen.
Z. B. Buhrows KollegInnen von Kulturzeit von 3Sat vom 27. Mai 2009:
Nachdem klar ist, welche Aufgabe WikiLeaks in unserer Demokratie übernimmt und deutlich wird, dass unsere Demokratie eine schlechte Demokratie ist, weil es WikiLeaks überhaupt gibt, geben muss (!), möchte ich fragen, ob euch dieses Leck zum Erhalt der – wenigstens schlechten (immer noch besser als gar keine) – Demokratie ein paar Euro Wert ist?
Das Medienmagazin ZAPP vom NDR (Video, 3:48) hatte gestern Abend einen Beitrag warum die Medien so zögerlich über das von WikiLeaks veröffentlichte Video berichteten. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-Aktuell und Rüdiger Ditz von SPIEGEL Online, kommen darin zu Wort und erklären ihre Zwänge. Diese sind nachvollziehbar und erklären vielleicht ein wenig Tom Buhrows Zurückhaltung.
Es geht um Verifikation. Die Bilder, ob fotografiert oder gefilmt, könnten gefakt sein. Die Inhalte müssen geprüft und plausibel sein. Das ist gut, das ist richtig und nichts anderes erwarte ich von der ARD.
Allerdings…
… ist es ein Spagat zwischen Geschwindigkeit und Qualität, den die Journalisten (nicht nur) von der ARD, mit dem sich immer schneller entwickelnden Internet als “Konkurrenz”, bewerkstelligen müssen. Die Zurückhaltung bei der Verarbeitung von Informationen aus dem Netz, die Kai Gniffke im ZAPP-Video anspricht, findet ihren Ursprung in der Vorsicht, aber mehr noch im Misstrauen gegenüber diesen Inhalten.
Das Netz und die Informationen warten aber nicht auf den Qualitätsjournalismus der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die User reagieren auf die Informationen, vertrauen der Quelle, insbesondere wenn es sich um WikiLeaks handelt, und erzählen weiter.
Das mag für viele Journalisten nach dem Untergang des Abendlandes klingen, ändert aber nichts an der Tatsache, das es so ist und sich Plattformen wie WikiLeaks ihre Glaubwürdigkeit bei den Internetnutzern verdienen, bzw. schon verdient haben. So ist nunmal das Wesen des Internets.
Das Problem hierbei ist, dass die Informationen, je mehr und je öfter sie beim Konsumenten/ User ankommen, bzw. er sie sich selber (aus) sucht, zur “Wahrheit” werden – egal ob sie wahr sind oder nicht. Die Information ist raus und macht denen das Leben schwer, die sie aus den verschiedensten Gründen lieber nicht in der Öffentlichkeit sehen würden.
Womit wir bei der Politik wären. Denn solcherlei Videos, oder auch amerikanische Strategiepapiere, wie bspw. das aus dem Hause CIA, welches darlegt wie die Deutschen oder Franzosen in Sachen Afghanistan bei der Stange gehalten werden sollen(Pdf, engl.), spucken der Politik mächtig in die Suppe. Keine Antikriegskampagne könnte wirksamer sein, als die Veröffentlichung derartiger Informationen.
Genau hier liegt für mich das Problem, warum Tom Buhrow das Wort “WikiLeaks” nicht benutzt hat. WikiLeaks ist nicht politisch korrekt. WikiLeaks macht das Handeln und die Strategien von Politik und Wirtschaft transparent. Wegen WikiLeaks haben “sie” es schwerer uns ein X für ein U vorzumachen.
Aber wie kann Tom Buhrow nun demnächst schnell auf so etwas reagieren und dennoch die journalistische Qualität wahren? Ich denke, das ist ganz einfach. Er muss doch nichts weiter sagen als:
“Der Wahrheitsgehalt dieser Informationen ist noch nicht bestätigt, aber wir haben sofort begonnen die Story zu recherchieren und halten Sie auf unserer Homepage www.tagesthemen.de auf dem Laufenden.”2
Das erzeugt nicht nur Zuschauer, Klicks und Leser, das erhält auch die so wertvolle Glaubwürdigkeit.
Informationen über WikiLeaks, wie z. B. eine Übersicht über die bisher veröffentlichten Informationen, findet sich auf Wikipedia.
Natürlich sind wir alle über diesen Ausrutscher der heldenhaften GI wahnsinnig überrascht, wer dennoch nicht sehen will, wie Menschen von diesen Helden heimtückisch und feige ermordet werden, der klickt bitte nicht auf diesen Link.↩
200% mehr wollen sie vielleicht von uns, die wir auf den TV verzichten und uns im Web informieren. Die Ministerpräsidenten. Ist ja eigentlich OK für öffentlich – rechtliche Inhalte zu zahlen. Auch ne Haushaltsabgabe wäre machbar, also ne neue Steuer oder so.
So soll dann ein Betrag von rund 18 Euro fällig werden, egal ob Computer, Handy oder ein echter TV im Haushalt ist.
Was aber wirklich völlig daneben ist, dass die Beweislast umgedreht wird. Man muss also nachweisen, dass man keinen Radio, kein Internet, kein Handy hat.
Spinnen sie nun völlig?
Und über die Höhe kann man streiten, ja sollte man streiten. 18 Euro bei der Verbreiterung der Basis ist viel Schotter für so manchen Haushalt. Schüler brauchen das Internet heute für die Schulaufgaben. Heute schon eine Qual für viele mit 56k Modems, denn nicht jeder wohnt VDSL nah in den Ballungsräumen.
Und dann will ich aber auch jeden TV- Beitrag der öffentlich- rechtlichen ungekürzt und lange verfügbar im Web sehen können!
Auch ist eines gewiss, wenn die Länderchefs meinen, politische Einflussnahme, wie erst kürzlich beim ZDF ausüben, kann es nur eines geben, und zwar die Zahlungsverweigerung wegen Verfassungsbedenken.
Also, freier Webzugang mit Breitbandspeed, unabhängiger Rundfunk und angepasste Gebühr. Dann können wir über ein paar Euro reden.
Freitag, 27. November 2009 15:25 | Autor: Olaf Sander
Zunächst einmal muss ich mitteilen, dass ich ein juristischer Laie bin. Von dem Thema, um welches es hier geht, habe ich keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Blogger und Filesharer auf Teufel komm raus abgemahnt werden und tief in die Tasche greifen müssen, wenn ihnen ein Schreiben dieser doch augenscheinlich sehr zweifelhaften Juristen ins Haus flattert. Ehrlich gesagt habe ich vor so etwas auch immer ein bisschen Angst, denn es geht mir zwar nicht schlecht, aber dicke hab ich´s auch nicht.
Nun scheint es so zu sein, dass ein paar der cleveren Anwälte nicht clever genug waren und Details ihrer miesen Geschäfte ans Licht der Öffentlichkeit gelangten. Da ich keine Ahnung von der Sache habe, verlinke ich auf die, die Ahnung haben und im Gegensatz zu mir effektiv etwas dagegen unternehmen können und das auch schon tun.
Sonntag, 15. November 2009 20:31 | Autor: Olaf Sander
Großbritannien ist mittlerweile faktisch ein Überwachungsstaat, wie ihn George Orwell nicht hätte besser beschreiben können. Und, typisch britisch, wenn man denkt es geht nicht mehr, legen sie noch einen oben drauf.
Wie SPIEGEL ONLINE in einem knapp drei Minuten langen Video berichtet, plant ein britisches Unternehmen namens “Internet Eyes”, dass jeder EU-Bürger (!!!) bis zu vier Kameras gleichtzeitig beobachten kann – selbstverständlich live. Man muss sich nur anmelden.
Aber nicht nur das, denn wer kann und hat, kann damit auch noch 1000 britische Pfund im Monat verdienen. Einfach gucken und jeden dieser auf Video gebannten Verbrecher anzeigen, mehr muss der aufmerksame IM, ähm Zuschauer, gar nicht tun.
Neue Zeiten schaffen eben auch immer neue Einkommensquellen.
Arnos Schwatzer Blog
Arno ist bissig, aber nicht verzweifelt. Er ist witzig, aber nicht flach. Man muss denken, wenn man ihn lesen will und manchmal, so meine ich, weht dort ein Hauch von Schramm.
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Ein unabhängiges Korrektiv in der deutschen Medienlandschaft. Andere sagen “Watchblog” dazu. Auf jeden Fall gilt, dass der Leser hier erfährt, wer ihn wie, wann und wo verarscht hat.
DaMax
Jung, laut, “verspielt” und lesenswert. Bei Max finden sich immer Infos über aktuelle PC-Spiele, viele unterschiedliche PC-Programme und richtig gute politische Ansichten.
doktorsblog
doktorsblog – and the night nurse is going crazy. Chris kann die digitale Zukunft nicht erwarten, meint von sich selbst, er habe einen Stecker im Hirn und mag das Dystopische. Und er hat ein unglaublich feines Gespür für großartige (digitale) Kunst.
Fefes Blog
Fefe – eine Institution im Internet. Berichterstattung außerhalb der Mainstreammedien, höchst subjektiv, dafür intelligent und unbestechlich.
lawblog
Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht aus Düsseldorf, lässt uns teilhaben an seinen täglichen Scharmützeln mit Justizia. Äußerst lehrreich, informativ und kritisch, mit vielen interessanten Komentaren und Kommentatoren.
Spiegelfechter
die oft gelesene Stimme der Gegenöffentlichkeit namens Internet. Jens Berger und sein Blog ist ein Muss für jeden politisch interessierten Menschen.
und so weiter wort
Veit war einmal ein Wort-Schuetze, d. h. er ist es immer noch. Aber mit eigenem Schießstand. Seine Pfeile sind spitz und die Ziele ausgemacht. Eben “und so weiter wort”.
Wasser und Erde
Unterhaltsamer Blog über Klimaschutz und Entwicklungshilfe. Auf den Leser warten überraschende Erkenntnisse, wie z. B. die, dass manche Dinge in Sachen Umweltschutz nicht so kompliziert sind, wie sie von Politik und Wirtschaft dargestellt werden.