Beiträge vom Dezember, 2009

Wir wünschen…

Donnerstag, 31. Dezember 2009 18:59 | Autor: Olaf Sander

…allen unseren Lesern ein erfolgreiches, schönes, herzliches, wohltuendes, tatenvolles, lustiges, ernstliches, lachhaftes und überaus gesundes Jahr 2010.

Jochen und Olaf

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: Olaf Sander

Watte

Mittwoch, 30. Dezember 2009 11:29 | Autor: Olaf Sander

Ich war in Deutschland auf Besuch. Als Souvenier habe ich mir eine veritable Erkältung mitgebracht. Die Welt nehme ich nun nur wie durch eine Schicht Watte wahr. Das ist ein wirklich interessanter Effekt.

Geht das auch ohne Erkältung?

Thema: Allgemein | Kommentare (5) | Autor: Olaf Sander

Wenn sich Unfähigkeit mit Unwille paart…

Samstag, 19. Dezember 2009 18:11 | Autor: Olaf Sander

… dann gibt es am Ende einen “Minimalkonsens”.

Jeder, der versucht den Klimagipfel wie einen Erfolg aussehen zu lassen, lügt. Auch Kopenhagen hat zu keiner “Trendwende” geführt. Wahrscheinlich muss doch erst ein Tsunami Nordeuropa verwüsten, ein Superorkan die USA platt machen oder ein Drittel der Chinesen den Gifttod sterben, bevor die Politik eine andere Politik macht.

Extra 3 hat mal eine Chronologie, der bahnbrechenden Ergebnisse der diversen Klimagipfel1 zusammengestellt.

Hier ein paar Zitate aus ein paar Jahren Klimagipfel:

1992, Rio de Janeiro

“Denn alle Vereinbarungen, Erklärungen, Versprechungen sind unverbindlich, endlos hin und her gewendet und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht.”

1995, Berlin

“Endlose Debatten, Nachtsitzungen und am Ende ein Kompromiss, der als Minimalkonsens gelten muss.”

1997, Kyoto

“Es ist ein lausiges Protokoll geworden, das keinesfalls die Erwartungen des WWF erfüllt.”

2000, Den Haag

“Wir müssen heute einfach konstatieren, wir haben unser Ziel nicht erreicht.”

2006, Nairobi

“Der UN-Klimagipfel in Nairobi ist zu Ende gegangen, ohne das sich die Teilnehmerstaaten auf eine weitere Reduzierung der Treibhausgase geeinigt haben.”

2007, Bali

“Konkrete Zahlen für die Schadstoffminderungen wurden auf Bali aber noch nicht festgelegt.”

2009, Kopenhagen

Ach, lassen wir das einfach. Es ist ja bald Weihnachten.

  1. Da sich das YouTube-Video leider nicht einbinden lässt, “nur” als Link. Trotzdem gucken, klar?

Thema: Allgemein, Politik, Umwelt, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: Olaf Sander

Drawing Illusion

Freitag, 18. Dezember 2009 22:56 | Autor: Olaf Sander

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: Olaf Sander

Frag nicht die Maus. Frag uns!

Mittwoch, 16. Dezember 2009 14:10 | Autor: Olaf Sander

Es heißt, man sollte als Blogger immer mit seinen Lesern interagieren. Man soll auf ihre Kommentare reagieren (wir bemühen uns redlich), die Menschen ernst nehmen und mit ihnen kommunizieren.

Die Themen, die wir behandeln sind oft komplex und so ernst, dass man manchmal heulen oder vor lauter Wut etwas an die Wand schmeißen möchte. Aber, muss man die Welt immer mit der Schwarzen Brille betrachten oder darf es auch mal lustig sein? So hin und her gerissen zwischen den emotionalen Extremen fragen wir uns, was wir für dich tun können.

Weil jeder Mensch jeden Tag von unzähligen Fragen geplagt wird und wir glauben, dass es dir genauso geht, wollen wir dir etwas Last auf der Suche nach Antworten abnehmen und deine Fragen beantworten.

Selbstverständlich tun wir das kostenlos und du bleibst dabei sogar vollkommen anonym1.

Klick einfach in der Navigation unter „Seiten“ den neuen Link „Was Du schon immer (nicht) wissen wolltest“. Auf dieser Seite findest du eine kurze Einführung und du findest die Seite in Zukunft immer an diesem Platz.
Das Ganze funktioniert über ein Frage-Antwort-Tool, welches wir gerne hier auf der Seite eingebunden hätten, aber was die Software von WordPress bisher erfolgreich verhindert hat. Deshalb klickst du bitte, selbstverständlich erst wenn du die „Risiken und Nebenwirkungen“ – kleiner Scherz – gelesen hast, auf den nächsten Link.

Dort findest du nicht nur Fragen von weltbewegender Wichtigkeit, nein, du findest auch die Antworten. Und zwar unsere.

Also, welche Frage hast du?

  1. bis auf die Verbindungsdaten, zur weiteren Verwertung bei den zuständigen Behörden ;o)

Thema: Allgemein, Satire | Kommentare (0) | Autor: Olaf Sander

Über Berlusconi, Schadenfreude und den ganzen Rest

Dienstag, 15. Dezember 2009 15:41 | Autor: Olaf Sander

Die Reaktionen auf meine unverhohlene und in die virtuelle Öffentlichkeit hinein posaunte Schadenfreude über Berlusconis dicke Lippe haben mich veranlasst, mir noch einmal näher Gedanken darüber zu machen, ob diese Reaktion angebracht war oder nicht.

Das Thema ist sehr vielschichtig und kompliziert, aber ganz sicher haben Rhena und Nancy Recht, wenn sie sagen, dass diese Logik zu Ende gedacht in Selbstjustiz mündet. Man kann und darf nicht rechtfertigen, dass der Schläger, der Berlusconi vor den Kopf gehauen hat, ungeschoren, vielleicht gar noch umjubelt, davon kommt. Dafür gibt es Gesetze und die gibt es nicht für umsonst. Diese Sicht ist politisch korrekt und ich schließe mich ihr an.

Ein andere Sicht, bei der es zumindest mir im ersten Moment völlig gleich ist, ob sie politisch korrekt ist oder nicht, ist die emotionale Sicht auf die Dinge. Was die Emotionen des Attentäters betreffen, so kann ich sie durchaus nachvollziehen, denn der hatte nämlich einfach mal die Nase gestrichen voll von Berlusconi und dem was dieser Mann Politik nennt.

Womit wir schon beim Kern des Themas wären. Seit Jahren können wir beobachten, wie sich Berlusconi in Italien mächtig macht, wie er manipuliert, sich selbst einen feuchten Kehricht um Gesetze schert, ja sie sich sogar zu seinen Gunsten umschreibt, damit ihm die eindeutig kriminellen Sachen, die er bewiesenermaßen getan hat, im Nachhinein keinen Schaden zufügen können. Die Gesetze wurden von italienischen Gerichten gekippt, was aber noch lange nicht bedeutet, dass Berlusconi eine Strafe bekäme, die ihm weh tut und schon gar nicht, dass er deshalb seinen Stuhl räumen müsste.

Unter seinem Regime finden sich nur Strohpuppen, die er, wenn es ihm beliebt oder wenn es für ihn von Vorteil ist, verbrennt.
Er machte sich keine Gedanken oder zeigte gar Aktionismus darüber, als Neapel im Müll versank und er tut es jetzt auch nicht wegen der illegal ins Meer gekippten Fässer voll Atommüll, die täglich ein bisschen mehr dem atomaren Müllgau (dafür gibt es wohl noch kein Wort? – jedenfalls kenne ich keines) entgegen rosten.
Es macht ihm nichts aus, als Staatschef junge Frauen zu missbrauchen, im Gegenteil, er macht damit noch Propaganda über die Kraft seiner Lenden im hohen Alter. Gut, so funktioniert das sicher nur in Italien, wenn ich dieses Klischee bedienen darf, aber ist es deshalb weniger zweifelhaft und unmoralisch?

Berlusconi interessiert sich nicht die Bohne für die Flüchtlinge, die jedes Jahr zu Tausenden auf der Flucht, in das angebliche Eldorado Europa, im Mittelmeer verrecken. Nicht wirklich komisch finde ich die Pointe, dass der Medienmogul Berlusconi selbst einer von denen ist, die diesen Trugschluss in zappelnde Bilder packen und per TV in der Welt verbreiten.
Dabei geht die staatlich legitimierte Fluchtvereitelung sogar soweit, dass Kapitäne hart bestraft werden, wenn sie Bootsflüchtlinge aufnehmen, also quasi aus ihrer Seenot retten. Erst im August sind deshalb 75 Menschen ertrunken, denen das Benzin auf ihrem völlig überfüllten Seelenverkäufer ausgegangen war. Zahlreiche Schiffe haben das vor sich hindümpelnde Boot passiert und nichts, einfach mal gar nichts, unternommen.1 Das widerspricht zutiefst dem Jahrhunderte alten Gesetz der christlichen Seefahrt, wonach auf dem Meer alle Menschen gleich sind und ohne Ansehen der Person oder ihrer Nationalität gerettet werden müssen, wenn sie sich in Seenot befinden.

So viel Macht hat Berlusconi. Er kann sich sogar über internationales Recht hinwegsetzen, ein Recht, welches aus gutem Grund ist, wie es ist. Ohne pathetisch werden zu wollen, aber über diesen Fakt sollten wir uns wirklich große Sorgen machen.

Warum kann Berlusconi tun, was er tut? Das ihn die Italiener nicht stoppen ist eine Sache, das geht uns nichts an, außer vielleicht die Darlegung unserer Sicht auf den demokratischen Status Italiens. Aber spätestens mit den Flüchtlingen haben wir ein europäisches und mit dem Atommüll ein globales Problem. Das sind zwei Dinge, die besser heute als morgen radikal2 angegangen werden müssten. Auch von uns und mindestens allen anderen Europäern. Es passiert aber nichts. Europa lässt ihn gewähren und schaut zu.

Europa täte das nicht, wenn das nicht Vorteile für Europa hätte. Berlusconi räumt nämlich, wenn man nicht zu Ende denkt, den Dreck für uns weg. Er schüttelt die lästigen Flüchtlinge aus unserem Pelz, genau so, wie er unseren Müll einfach so in die Landschaft vor seiner Haustür schmeißt. Oder was glaubt ihr, wo der Atommüll herkommt?
Er gewöhnt uns aus der Ferne an die menschlichen Grausamkeiten der Zukunft und „beschützt“ uns vor denen, die nichts weiter wollen als ihr Recht, nämlich dem, an Europas Reichtum und seinen Erfolgen zu partizipieren – was ihnen meiner Meinung nach, nach Jahrhunderten des Raubbaus durch das kultivierte Europa mehr als nur zusteht.

Ich glaube eben nicht, dass vor Justizia alle gleich sind. Wäre das so, säße Berlusconi längst in der Nachbarzelle von Radovan Karadžić in Den Haag, denn – ich möchte den sehen, der dem widerspricht – die toten Flüchtlinge und die tickende Atommüllbombe im Mittelmeer sind Verbrechen an der Menschheit.
Man bringt aber nicht mal eben einen Staatschef vor Gericht, jedenfalls nicht in einer Parlamentarischen Republik. Soweit reicht es dann doch nicht mit der Demokratie.

Die Frage, ob die Attentate auf Schäuble, Lafontaine oder den Papst Schadenfreude bei mir ausgelöst hätten, kann ich verneinen. Die beiden Politiker wurden von psychisch kranken Menschen angegriffen und die Hintermänner des Papst-Attentates werden im KGB vermutet. Auch der Mann, der Berlusconi mit dem Souvenier-Modell des Mailänder Doms bewarf, ist angeblich seelisch nicht stabil und hat sich für seine Tat entschuldigt.

Derweil nutzt Berlusconi die Gunst der Stunde, sich nicht nur ins Gespräch zu bringen, sondern die Wunden weitaus dramatischer aussehen zu lassen, als sie eigentlich sind. Irgendeiner seiner Untergebenen auf gehobenem Posten sprach gar von Terrorismus und von einem, von langer Hand geplanten, Attentat. Na klar, ein Berlusconi-Komplott mit dem Modell des Mailänder Doms als ultimative Mordwaffe…

Der Attentäter, wenn man ihn denn so nennen kann, wird jetzt medial von Berlusconis Fernsehsendern und Tageszeitungen ausgeschlachtet. Wie im alten Rom sorgt dieser Mann jetzt dafür, dass sich das uralte Karussell aus Brot und Spielen weiterdreht, weil er sich selbst den medialen Löwen zum Fraß hingeworfen hat. Jedes Organ einzeln, bis in die Haarspitzen hinein, werden sie den armen Teufel zerkauen und dann, wenn der Saft aus ihm raus ist, ausspeien.
Das eigentliche Opfer in dieser Sache ist nicht Berlusconi und die Frage, mit wie viel Schadenfreude die italienischen Medien bis zum ganz sicher folgenden (Schau) Prozess über den Attentäter berichten werden, muss auch gestellt werden. Sie relativiert nämlich – den Beweis bringt erst die Zeit – den moralischen Hintergrund der eigenen Schadenfreude.

Hätte ich ein Kind, dem ich meine Schadenfreude im Bezug auf Berlusconi erklären müsste, dann würde ich ihm folgendes sagen:

Die Welt, mein Kind, ist nicht schwarz oder weiß, gut oder böse – glaube das ja nicht. Sie ist eher gesprengelt und wenn du genau hinschaust, kannst du die tollsten Farben und Formen sehen.

Es ist nicht gut, wenn man schadenfroh ist und schon gar nicht ist es ehrenhaft. Allerdings ist die Schadenfreude nichts weiter als das Gegenteil vom Mitleid.

Die Frage, warum ich bei einem wie Berlusconi schadenfroh bin, findet ihre Antwort in meinem Gerechtigkeitsinn. Dieser verbietet es mir nämlich, für einen wie Berlusconi auch nur ein Fünkchen Mitleid zu empfinden. Er leidet nicht mit, wenn Menschen sterben, er, der alte Mann, hat auch kein Mitleid mit dir und deiner Zukunft, die er atomar verseucht. Hätte er es, wahrlich, er würde etwas dagegen unternehmen, weil er es nämlich könnte. Mitleid kommt von mit leiden. Das aber tut er nicht.

Ohne Zweifel, das Prinzip der Gewaltlosigkeit soll zu deinen höchsten Werten zählen. Wenn du aber geschlagen wirst, wenn man versucht, dich zu berauben, dir deine Freiheiten oder deine Rechte zu nehmen – wenn du siehst, dass das mit anderen Menschen passiert, dann musst dich wehren, dann musst du dazwischen gehen und dafür sorgen, dass das aufhört. Du musst das schnell tun und darfst nicht damit warten, denn mit jedem Mal trauen sich die Anderen ein kleines Stückchen mehr.

Diejenigen, die schlagen, manipulieren, und im Fall Berlusconi auch regieren, kennen das Prinzip der Gewaltlosigkeit nur von den anderen. Wenn die Berlusconis dieser Welt überhaupt Prinzipien haben, dann gehört das der gelebten Gewaltlosigkeit mit Sicherheit nicht dazu. Diese Menschen schlagen nur mit anderen Mitteln, als mit dem Modell des Mailänder Doms. Für deren Werkzeuge ist es ein Leichtes, deinen Stolz zu brechen und dir jede Würde zu nehmen. Und das ist ungleich schlimmer, als eine aufgeplatzte Lippe.

Sie lachen über uns und unser Prinzip, weil es ihrem Prinzip, nämlich Macht durch absolute Rücksichtslosigkeit zu erlangen, unterlegen ist. Deshalb ist es so wichtig, dass du nicht nur für deine eigene, sondern auch für die Freiheit der Anderen eintrittst, genauso für ihr Recht und ihre Würde.

Sei vorsichtig in der Wahl deiner Mittel. Das scharfe Wort ist besser, als ein Modell des Mailänder Doms. Wenn dir die Worte fehlen, was ich im Angesicht des galoppierenden Wahnsinns durchaus verstehen kann, gehen in der zweiten Wahl auch faule Eier. Da ist die Symbolik klarer und für die Propagandisten ist es nicht möglich, dir einen Mordversuch zu unterstellen.

Wenn du bei so etwas, wie jetzt mit dem Berlusconi, Schadenfreude verspürst, dann lebe dieses Gefühl aus. Sie ist ein Reinigungsmittel für deine Seele, weil das Mitleid, dass du spürst, wenn du den Tod der anderen siehst, jedes Mal ein wenig Schlacke in deinem Herzen zurück lässt. Das macht das Leben für dich schwer und du wärest töricht, würdest du nicht mit Schadenfreude ein wenig Erleichterung für deine Seele schaffen. Schadenfreude, gerade dann, wenn sie diesen ausgemacht Schuldigen, wenn auch nicht Verurteilten, trifft, ist ein legitimes Gefühl. Du solltest dich nicht dafür schämen.

Warum ich das meinem Kind, wenn ich denn eines hätte, so sagen würde? Weil ich es unter keinen Umständen über den Zustand unserer Welt im Allgemeinen, und über einen wie Berlusconi im Besonderen, anlügen würde. Egal, wie wenig politisch korrekt das im Augenblick auch sein mag.

  1. ZDF Videotext, Fr 21.08.09, Tafel 127

    “Kapitäne ignorieren Schiffbrüchige: 75 Flüchtlinge tot,

    Zahlreiche afrikanische Flüchtlinge haben ihren Traum von einem besseren Dasein in Europa mit dem Leben bezahlt. Eine Gruppe von etwa 75 vornehmlich aus Eritrea stammenden Migranten kam nach Angaben der UN auf der Überfahrt von Libyen nach Italien zu Tode, nachdem ihrem Boot der Treibstoff ausgegangen war.”

    Zahlreiche Schiffe hätten das im Mittelmeer dümpelnde Boot passiert, ohne ihm zu Hilfe zu eilen, berichtete das Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen (UNHCR). Die Organisation berief sich auf Aussagen der fünf Überlebenden.

  2. lat.: radix = Wurzel, Ursprung, also an die Wurzel gehend

Thema: Allgemein, Kultur, Politik, Wirtschaft | Kommentare (11) | Autor: Olaf Sander

Das Universum ist gerecht

Sonntag, 13. Dezember 2009 22:11 | Autor: Olaf Sander

Berlusconi hat heute eins auf seine große Klappe bekommen.

Schadenfreude ist angebracht.

Thema: Allgemein | Kommentare (8) | Autor: Olaf Sander

So großartig wie die Erfindung Gutenbergs

Freitag, 11. Dezember 2009 22:19 | Autor: Olaf Sander

A Day in the Internet
Created by Online Education

gefunden bei: Indeskretion Ehrensache

Thema: Computer & Internet, Kultur | Kommentare (0) | Autor: Olaf Sander

“Merkel wann sind wir dich los…?” – Eine Weihnachtssymphonie von Kurt Beck

Freitag, 11. Dezember 2009 14:19 | Autor: Olaf Sander

Thema: Georg Schramm & Co., Kultur, Politik, Satire | Kommentare (2) | Autor: Olaf Sander

Hoch lebe das Ehrenamt!

Freitag, 11. Dezember 2009 1:59 | Autor: Jochen

Ich kann es fast nicht mehr ertragen. Seit Jahren arbeite ich ehrenamtlich im Sportverein, beim Rotem Kreuz, bei Chören, im Weltladen, im Kommunalem Kino und noch vieles mehr. Nur keine Angst – nicht alles zeitgleich!

Aber dieser schmierige Lobgesang auf das Ehrenamt von Seiten der Politik geht mir auf den zuckerfreien Vollkorn-Keks. Klar ist Ehrenamt Ehrensache. Klar verdienen Ehrenamtliche Respekt. Um das geht es nicht.

Es geht darum, dass sich der Staat mit Glanz und Gloria aus der sozialen und kulturellen Daseinsvorsorge zurückzieht, um den Ausbau von Autobahnen, Flugplätzen und Prestigeprojekten voranzutreiben. Damit mehr Geld für Opern und Theater zur Verfügung steht. Und damit der Staat, die Länder und die Kommunen auch ja die Finger weg lassen von Steuern auf Flugbenzin, Kapitaleinkünfte und Börsenzockerei wird das Ehrenamt hochgelobt. Denn ohne Ehrenamt sähe es in unserem Staate noch kälter aus. Dennoch wird das ehrenamtliche Engagement die soziale Kälte unseres maroden Systemes nicht auffangen können. Auch der anstehende Klimawandel nicht!

Gesteigert wird meine Abneigung gegen diese Lobhudelei durch die Konzerne mit ihren großzügigen Spenden für kulturelle und soziale Zwecke. Diese Spenden kommen doch nur zustande, weil diese Konzerne zuviel verdienen. Statt ihre Produkte und Dienstleistungen günstiger anzubieten, geben sie sich mehrfach jährlich fadenscheinig großherzig mit Spenden und Sponsoring, damit sie nicht von vornherein auf ihre Pfründe verzichten müssen.

Nur weiter so, liebe Politiker. Wenn wir schon keine klimatische Eiszeit hinkriegen, dann doch zumindest eine sozio-kulturelle!

Fadenscheinige Weihnacht!

Thema: Allgemein, Kultur, Politik, Sport | Kommentare (4) | Autor: Jochen

441.980 € in 02:44 Minuten

Mittwoch, 9. Dezember 2009 22:06 | Autor: Olaf Sander

Vielleicht kennst Du das auch. Da gibt es Tage an denen ich mich maßlos ärgere, weil ich meinen Rechner oder den Fernseher eingeschaltet habe und mir dann Meldungen über die Leber laufen, die mir nachhaltig die Laune vermiesen. Gestern war wieder so ein Tag.

Die Tagesthemen vom 08. Dezember 2009 berichten, dass Deutschland 85 Milliarden Euro neue Schulden im nächsten Jahr aufnehmen wird.

Fünfundachtzig Milliarden. Es braucht genau zwei Sekunden um diese zwei Worte auszusprechen.

Spätestens seit die „unvorhersehbare Krise“ (diese immer noch und immer wieder verbreitete politische Propagandalüge, bedürfte eines eigenen Beitrags) medial in die Hirne – nicht nur – der Deutschen eingebleut wurde, haben wir uns ganz gut an große Zahlen gewöhnt. Wer hat schon eine Vorstellung davon, wie viel eine Milliarde ist? Oder 85 Stück davon?

Eine Milliarde sind eintausend Millionen. Den Verstand lässt das kalt, aber die Emotionen zucken mächtig, jedenfalls bei mir. Was könnte man mit eintausend Millionen nicht alles anfangen? Ach Gott, für jeden Buchstaben des Alphabetes fänden sich unzählige Probleme, die man mit diesem Geld lösen könnte. Und das Ganze gleich 85 Mal.

Wie jetzt? Bei Dir zuckt´s noch nicht?

Okay. Das Jahr hat 31.536.000 Sekunden. Bei 85 Milliarden Euro heißt das, dass (nur) Deutschland pro Sekunde 2.695 Euro Schulden macht. Die Cent lasse ich der Einfachheit halber weg, die sind eh nur Peanuts.
Sollte gerade die unangenehme Frage an Dir herumbohren, von wem sich das Land die ganze Kohle pumpt, dann findest Du hier Aufklärung.

Jetzt hebt´s Dich schon ein bisschen an, gell?

Wunderbar.

Dieter Engels, der Präsident des Bundesrechnungshofes sagt in dem Tagesthemen-Beitrag,

„Schon die Materialkosten für die Steuerbescheide überstiegen bisweilen die Steuererträge. Schilda lässt grüßen. Und wir meinen, die hier vergeudeten Ressourcen könnten für die Verfolgung ergiebigerer Einnahmequellen eingesetzt werden.“

Was Herr Engels meint, ist die Tatsache, dass die Zollbehörden ein paar Tausend Bürger verfolgt und drangekriegt haben, weil diese im Ausland Kaffeebohnen gekauft und somit Kaffeesteuern hinterzogen haben. Zu Recht süffisant erläutert der Sprecher des Beitrages, wie die Rechnung am Ende aussieht, denn 25.000 Euro Einnahmen stehen Kosten von ca. 800.000 Euro gegenüber.

Mal ehrlich, das ist doch Pfusch. Oder? Und wenn es kein Pfusch ist, dann ist es Absicht. Wie sonst ist zu erklären, dass Finanzbeamte, also solche wie man sie sich vorstellt und zugegebenermaßen auch nicht leiden mag, weil sie präzise und zuverlässig ihren Job machen, weggebissen werden?
Wobei weggebissen reichlich untertrieben ist, denn solche Musterbeispiele der treuen Beflissenheit, werden entweder abgeschoben oder gleich richtig fertig gemacht – selbstverständlich von Amtswegen her.

Dieter Engels, dessen Behörde nebenbei bemerkt immerhin eine oberste Bundesbehörde ist und mit dem Bundespräsidialamt, dem Bundeskanzleramt und den Bundesministerien auf einer Stufe steht, hat genügend Vorschläge fürs Sparen an der richtigen Stelle gemacht. Auch der Bund der Steuerzahler veröffentlicht regelmäßig die unfassbare Verschwendung und macht klar, dass der kleine Steuerzahler wieder mal auch noch der Dumme ist.

Na und jetzt?

Wenn das Einnehmen von 25.000 Euro 800.000 Euro kostet, wenn verhindert wird, dass Finanzbeamte auch von denen die Steuern eintreiben, die sich bewiesenermaßen illegal darum drücken wollen, einfach deshalb, weil es sich für sie lohnt, wenn von der Politik selbst der Bundesrechnungshof nicht ernst genommen wird, dann, ja dann muss man pure Absicht unterstellen. Um zu merken, dass das stimmt, braucht man nur die anzuschauen, die an den bestehenden Verhältnissen profitieren.

Du wirst Dich wundern, was für bekannte und beliebte angesehene Leute das sind.

Das Lesen dieses Beitrages hat für einen geübten Langsamleser wie mich genau 02:44 Minuten gedauert. Wenn der neue Haushalt gilt, steigen Deutschlands Schulden in diesen 164 Sekunden um weitere 441.980 Euro an.

Na, zuckst du noch oder revoltierst Du schon?

Thema: Politik, Wirtschaft | Kommentare (2) | Autor: Olaf Sander

Mensch Jopi…

Mittwoch, 9. Dezember 2009 17:54 | Autor: Olaf Sander

… ich würde an deiner Stelle nicht so laut singen.

Der Teufel könnte sonst merken, dass er dich vergessen hat.

Thema: Satire | Kommentare (0) | Autor: Olaf Sander

Georg Schramm Fan-Blog

Montag, 7. Dezember 2009 16:33 | Autor: Olaf Sander

Heute stellte jemand per Mail an mich die Frage, was “Die Wort-Schuetzen” wohl für ein komisches politisches Blog wäre? Wir wären doch eher ein Georg Schramm Fan-Blog und überhaupt, die Kritik, die wir anbrächten sei doch, besonders mit Blick auf den offenen Brief an Familienministerin Köhler, sehr polemisch und persönlich gefärbt und deshalb nicht wirklich ernst zu nehmen.

Irgendwie passt das gut zusammen. Bis eben haben wir zwar nicht die Bohne daran gedacht, irgendjemandes Fan-Blog zu sein, aber ich finde, Georg Schramm ist ein wirklich guter und konstruktiver Vorschlag.

Er ist hiermit angenommen.

Zur Begründung:

Georg Schramm bekennt sich zu seiner Liebe zur Polemik.

Wir auch.

Niemand nimmt Georg Schramm und sein politisches Kabarett ernst.

Wir schon.

Niemand nimmt uns und unsere Texte ernst.

Georg Schramm vielleicht, wenn er denn davon wüsste.

Ab heute werden sich die Wort-Schuetzen bemühen, Georg Schramm (und seine Kollegen) bei jeder sich bietenden Gelegenheit hochzujubeln. Wenn ihn schon keiner ernst nimmt, haben wir wenigstens was zu lachen, bzw. was zum zustimmen. Die Devise “Schramm for Bundeskanzler” verkneifen wir uns. Versprochen.

Der Beschluss ist beinahe rechtskräftig.

Vielen Dank für die E-Mail.

Thema: Georg Schramm & Co., Politik, Satire | Kommentare (6) | Autor: Olaf Sander

Jetzt schlägts GEZ

Montag, 7. Dezember 2009 15:42 | Autor: Bernd

200% mehr wollen sie vielleicht von uns, die wir auf den TV verzichten und uns im Web informieren. Die Ministerpräsidenten. Ist ja eigentlich OK für öffentlich – rechtliche Inhalte zu zahlen. Auch ne Haushaltsabgabe wäre machbar, also ne neue Steuer oder so.

So soll dann ein Betrag von rund 18 Euro fällig werden, egal ob Computer, Handy oder ein echter TV im Haushalt ist.

Was aber wirklich völlig daneben ist, dass die Beweislast umgedreht wird.  Man muss also nachweisen, dass man keinen Radio, kein Internet, kein Handy hat.

Spinnen sie nun völlig?

Und über die Höhe kann man streiten, ja sollte man streiten. 18 Euro bei der Verbreiterung der Basis ist viel Schotter für so manchen Haushalt. Schüler brauchen das Internet heute für die Schulaufgaben. Heute schon eine Qual für viele mit 56k Modems, denn nicht jeder wohnt VDSL nah in den Ballungsräumen.

Und dann will ich aber auch jeden TV- Beitrag der öffentlich- rechtlichen ungekürzt und lange verfügbar im Web sehen können!

Auch ist eines gewiss, wenn die Länderchefs meinen, politische Einflussnahme, wie erst kürzlich beim ZDF ausüben, kann es nur eines geben, und zwar die Zahlungsverweigerung wegen Verfassungsbedenken.

Also, freier Webzugang mit Breitbandspeed, unabhängiger Rundfunk und angepasste Gebühr. Dann können wir über ein paar Euro reden.

Thema: Allgemein, Computer & Internet | Kommentare (2) | Autor: Bernd

3 + 6 = 9

Montag, 7. Dezember 2009 15:28 | Autor: Olaf Sander

Lieber Max von đª]V[ªX,

Veit und ich freuen uns sehr, dass Du unseren Blog so freundlich und uneigennützig in Deinem – mindestens genauso interessanten – Blog einen ganzen Artikel widmest. Das hat sich bisher noch keiner getraut.
Irgendwie ist es aber auch ein Unterschied, ob es Deine Familie, Freunde und Bekannte sind, die Dich, vielleicht mit ein bisschen Zwang, hin und wieder besuchen, oder ob ein zufällig vorbeigesurfter Internetuser diesen virtuellen Platz als ein besonders schönes Stückchen Internet an seine Familie, Freunde und Bekannte weiterempfiehlt (auch hier ist ein bisschen Zwang manchmal ganz hilfreich).

Das Du schon drei Leser hast freut uns sehr. Wir haben sechs, sind aber auch zwei. Würden wir unsere geneigten Leser zusammenwerfen, hätten wir schon neun und wären drei. Mit dieser Unzahl Leute könnten wir ja beinahe schon revoltieren. Aber eben nur beinahe. Na ja, wir arbeiten dran.

Ein Wort vielleicht noch zu Deiner Kritik bezüglich Symphatiebonus und Copyright. Noch in dieser Woche wird das Impressum geändert. Jeder Mensch, der unsere Texte nicht kommerziell nutzen will, darf zitieren so oft und so viel wie er will. Daran und an den Folgen daraus, wirst Du Schuld sein. Aber bitte…
Es wäre schön, wenn mit dem Zitat auch die Quelle genannt würde, aber da hast Du ja schon eine zuverlässige Informationsquelle aufgetan, die allen Interessierten Aufklärung verspricht, die wissen wollen was man darf und was nicht.

Wir werden uns auch weiterhin bemühen, unsere verbalen Pfeile zu verschiessen und unser Zunge zu schärfen. Denn, die Zunge ist das einzige Werkzeug, welches durch ständigen Gebrauch immer schärfer wird.

Alles Liebe für Dich und wir lesen uns!

Olaf & Veit

Thema: Allgemein | Kommentare (3) | Autor: Olaf Sander