Mach´s gut Georg Schramm
Dienstag, 8. Juni 2010 19:29 | Autor: Olaf Sander
Heute ist ein schöner Tag. Heute kommt die für mich wichtigste und schönste und anspruchsvollste Sendung im deutschen Fernsehen, nämlich „Neues aus der Anstalt“ im ZDF.
Aber heute ist auch ein trauriger Tag für mich. Denn heute verlässt Georg Schramm die Anstalt. Ihm ist das Fernsehen nicht geheuer und die Bretter der Kleinkunst sind sein Zuhause.
Das kann ich gut verstehen.
Und dennoch ist mir nicht wohl zu Mute. Denn 36 Mal hat mir Georg Schramm in der Anstalt aus der Seele und ins Herz gesprochen. 36 Mal habe ich seine Worte, Schlüsse und Pointen aufgesogen wie ein trockener Schwamm das Wasser. 36 Mal habe ich tiefe Dankbarkeit für ihn empfunden, weil – und wie – er sagte was Sache war. Er wird mir sehr fehlen.
Nein, das ist nicht pathetisch. Das ist so.
Bleibt nur noch, Georg Schramm alles erdenklich Gute zu wünschen.
Und derweil auf sein nächstes Buch zu warten und auf sein neues Bühnenprogramm zu verweisen.
Allerdings, einen kleinen und überaus bissigen Georg Schramm habe ich noch für Euch – und natürlich für mich. Es ist ein äußerst hörenswertes Interview, geführt von Deutschlandradio Kultur, in dem Georg Schramm seiner Entzückung über Köhlers Rücktritt freien Lauf lässt. Hier gehts zum entzückenden Interview.


Mittwoch, 9. Juni 2010 8:57
Oh nooooooooooooooooooo! Und ich hab’s verpassst! Buhuhuhu. Schiet, Schramm war der letzte Aufrechte im Deutschen Fernsehen. Ich werde ihn schmerzlich vermissen. Das ist ein echter Trauertag für Deutschland.
Mittwoch, 9. Juni 2010 16:08
Lieber Olaf,
du sprichst mir aus der Seele. Er wird mir auch sehr fehlen. Dank youtube kan man sich ihn ja immer wiedermal zurück holen. Bin auf den Weitergang der Anstalt gespannt. Der oder die Neue tritt ein schweres Erbe an und wir müssen uns darauf einstellen, daß es so nie wieder wird. Ich wünsche jedenfalls Urban Priol ein gutes Händchen bei seiner Wahl. Es ist wirklich schade,
Montag, 21. Juni 2010 14:35
Ich koennte flennen!!!! Mein absoluter Liebling fuer Satire und geistigen Anspruch laesst uns alleine mit dem Fernsehen! Das grenzt schon an Verrat und im Stich lassen, so fuehlt es sich an…
Urban Priol ist natuerlich ein grosses Trostpflaster, mag ihn ja sehr und der Herr mit Brille und Rauschebart auch, aber ohne Schramm???? *schnief* (komm gerade nicht ganz auf den namen: malm/zheimer??? na ihr wisst schon!)
Daran muss ich mich erst gewoehnen!
Lg Anja
Mittwoch, 23. Juni 2010 16:15
Hi Olaf,
eigentlich ist es ein Staatstrauertag. Es tut mir im Herzen weh zu wissen, daß das genialste deutsche Kabarettduo aller Zeiten nicht mehr existiert. Ich habe ein Gefühl daß ein sehr guter Freund gegangen ist, und das tut weh, sehr weh. Ich lebe in Bangkok und schaue mir alle Sendungen dieser einzigartigen Reihe immer übers Internet an. Neues aus der Anstalt hat mit Ausnahme der Einladung dieses Ziehharmonikaspielers, der mir unglaublich auf den Nerv gegangen ist, immer gute Leute eingeladen. Ich hoffe daß dieser Abschied unseren Urban nicht so in den Grundfesten erschüttert, wie mich.