Tag-Archiv für » Berlusconi «

75facher Mord, untermalt von der Ode “An die Freude”

Dienstag, 2. Februar 2010 20:29

Kennt ihr das auch? Manchmal begegnen einem Menschen zum wiederholten Male, gleichwohl man sie nicht kennt, nie ein Wort mit ihnen gesprochen hat und das einzig Verbindende vielleicht nur die Buslinie ist, mit der jeder für sich an die Arbeit fährt. Es sind uns unbekannte Menschen die uns dennoch immer wieder ins Auge fallen, weil sie etwas an sich haben was die eigene Aufmerksamkeit erregt, aber worum man sich nicht weiter schert, weil der Kopf voll ist mit dem eigenen Alltag, mit Sorgen und Nöten, Wünschen, Hoffnungen und Plänen. Soweit so normal.

Seit dem August 2009 begegnen mir Menschen, die keinen Alltag mehr haben, keine Sorgen und Nöte, keine Wünsche und Hoffnungen und auch keine Pläne.

Sie sind nämlich tot*.

Begegnet sind mir diese Menschen das erste Mal in der Form einer Nachricht1. Dann in Gesprächen mit meiner Frau, mit Freunden und mit Verwandten. Und zu letzt traf ich auf sie, weil ein Verwandter von einem der Toten einen Kommentar auf meinen Artikel “Über Berlusconi, Schadenfreude und den ganzen Rest” hinterlassen hat. Er heißt Andy und das hat er geschrieben:

„Lieber Olaf,
ich habe heute zufällig deinen Beitrag über Borlusconi, Atommüll, Attentat, Demkratie, Europa, Fernsehen, Flüchtlinge, Lafontaine, Medien, Papst, Politik, Schadenfreude, Schäuble etc. gelesen und ich bin sehr froh auf diese Seite “gelandet” zu sein.
Ich bin einer von denen, welche einen Verwandten mit den 75 bootsflüchtlingen, die im August am Mittelmeer qualvoll sterben mussten, weil keiner ihnen helfen wollte, verloren hat.
Wir haben eine Interessengemeinschaft (boatp.team) bezüglich diese Geschichte gegründet und es baut uns auf, wenn wir Leute treffen, die diese Tat verurteilen und es würde uns freuen, wenn wir öffter solche Schreiben lesen würden. Dein Schreiben bezüglich Berlusconi: Du hast uns aus der Seele gesprochen. Wenn Berlusconi es so weit schaft, sein “christliches” Volk dazu zu bringen, Menschen in Not nicht mehr zu reten, fragen wir uns; und was macht Europa…..?????
Über die übrigen Thema, werde ich ein anderes Mal noch mehr schreiben. Wir, als boatp.team, family of the victims8/09, sind Dir aber für dein Beitrag dankbar.
viele Grüße
Andy“

Plötzlich sind mir diese unbekannten Toten nicht mehr unbekannt. War es bisher dem Empfinden nach „nur“ eine skandalöse Meldung und ungläubige Verwunderung darüber, dass das Geschehen nicht als Skandal wahrgenommen wurde, so ist es jetzt viel näher an mir dran, als mir lieb ist.

Ihr sollt mich bitte nicht falsch verstehen, denn ich bin Andy überaus dankbar für seinen Kommentar. Nur zwingt er mich damit auch, mich mit diesen Toten zu beschäftigen und mir bewusst zu machen, dass sie – todsicher – Opfer eines Verbrechens* wurden. Nun muss ich eine klare Position beziehen und diese auch laut machen. Verdrängen und den Alltag als Ausrede benutzen ist mir nicht mehr möglich.

Denn dies ist jetzt eine persönliche Sache.

Und jeder von Euch, der bis hier her gelesen hat, sollte den drei Wochen lang anhaltenden (!!!) langsamen 75fachen Mord an den Flüchtlingen persönlich nehmen – und zwar aus guten Gründen.

Es könnte nämlich sein, dass wir alle morgen schon in einer ähnlichen Situation sind wie diese Menschen und von dort flüchten müssen, wo wir leben. Die letzte große Flüchtlingsbewegung von uns Deutschen war vor ca. 20 Jahren, die vorletzte vor ca. 65 Jahren. Das ist beides also noch gar nicht so lange her und liegt beides innerhalb eines Menschenlebens. Es gibt überhaupt keinen Grund für uns anzunehmen, dass das, wegen welchen Ereignissen auch immer, nicht jederzeit wieder passieren könnte.

Wir Deutschen tragen aus mehreren Gründen die Verantwortung am Tod dieser Menschen mit. Als eine Nation, die stolz ist auf ihre Seefahrertradition, wäre es unsere Pflicht gewesen in dem Moment gegen dieses Verbrechen zu intervenieren, als es bei uns bekannt wurde. Alle die zu Werten gegossenen Leitsätze wie der, dass vor Gott und auf dem Meer alle Menschen gleich sind, wurden durch das Schweigen der deutschen Politik und der Unternehmer, die vom und mit dem Meer leben, obsolet. Übrig geblieben sind nur noch Phrasen.

Auch dürfte, nein muss, uns das befohlene Ignorieren von massenhaften Mord nicht fremd sein. Wir haben doch Erfahrungen. Nur sind es nicht wir, die jetzt gemordet haben, sondern die Malteser und die Italiener.
Wie bei den Nazis stillschweigend wegschaut wurde, als die Juden erst deportiert und dann vergast wurden, so schauen wir heute stillschweigend weg, wenn 75 afrikanische Flüchtlinge drei Wochen lang jämmerlich im Meer verrecken, weil Mitgliedsstaaten der EU einfach mal ein Exempel statuieren.

Das verstößt gegen alle unsere menschlichen, demokratischen und christlichen Werte und Wertvorstellungen und macht uns genau so schuldig, wie sich die Generation unserer Eltern und Großeltern schuldig gemacht hat. Wir haben nichts gelernt und die Konsequenzen tragen schon wieder die anderen.

Genau deshalb, liebe Freunde, ist die Sache so persönlich.

P.S.

* Bitte lesen und Hintergründe erfahren.

  1. ZDF Videotext, Fr 21.08.09, Tafel 127

    “Kapitäne ignorieren Schiffbrüchige: 75 Flüchtlinge tot,

    Zahlreiche afrikanische Flüchtlinge haben ihren Traum von einem besseren Dasein in Europa mit dem Leben bezahlt. Eine Gruppe von etwa 75 vornehmlich aus Eritrea stammenden Migranten kam nach Angaben der UN auf der Überfahrt von Libyen nach Italien zu Tode, nachdem ihrem Boot der Treibstoff ausgegangen war.”

    Zahlreiche Schiffe hätten das im Mittelmeer dümpelnde Boot passiert, ohne ihm zu Hilfe zu eilen, berichtete das Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen (UNHCR). Die Organisation berief sich auf Aussagen der fünf Überlebenden.

Thema: Politik | Kommentare (24) | Autor: Olaf Sander

Über Berlusconi, Schadenfreude und den ganzen Rest

Dienstag, 15. Dezember 2009 15:41

Die Reaktionen auf meine unverhohlene und in die virtuelle Öffentlichkeit hinein posaunte Schadenfreude über Berlusconis dicke Lippe haben mich veranlasst, mir noch einmal näher Gedanken darüber zu machen, ob diese Reaktion angebracht war oder nicht.

Das Thema ist sehr vielschichtig und kompliziert, aber ganz sicher haben Rhena und Nancy Recht, wenn sie sagen, dass diese Logik zu Ende gedacht in Selbstjustiz mündet. Man kann und darf nicht rechtfertigen, dass der Schläger, der Berlusconi vor den Kopf gehauen hat, ungeschoren, vielleicht gar noch umjubelt, davon kommt. Dafür gibt es Gesetze und die gibt es nicht für umsonst. Diese Sicht ist politisch korrekt und ich schließe mich ihr an.

Ein andere Sicht, bei der es zumindest mir im ersten Moment völlig gleich ist, ob sie politisch korrekt ist oder nicht, ist die emotionale Sicht auf die Dinge. Was die Emotionen des Attentäters betreffen, so kann ich sie durchaus nachvollziehen, denn der hatte nämlich einfach mal die Nase gestrichen voll von Berlusconi und dem was dieser Mann Politik nennt.

Womit wir schon beim Kern des Themas wären. Seit Jahren können wir beobachten, wie sich Berlusconi in Italien mächtig macht, wie er manipuliert, sich selbst einen feuchten Kehricht um Gesetze schert, ja sie sich sogar zu seinen Gunsten umschreibt, damit ihm die eindeutig kriminellen Sachen, die er bewiesenermaßen getan hat, im Nachhinein keinen Schaden zufügen können. Die Gesetze wurden von italienischen Gerichten gekippt, was aber noch lange nicht bedeutet, dass Berlusconi eine Strafe bekäme, die ihm weh tut und schon gar nicht, dass er deshalb seinen Stuhl räumen müsste.

Unter seinem Regime finden sich nur Strohpuppen, die er, wenn es ihm beliebt oder wenn es für ihn von Vorteil ist, verbrennt.
Er machte sich keine Gedanken oder zeigte gar Aktionismus darüber, als Neapel im Müll versank und er tut es jetzt auch nicht wegen der illegal ins Meer gekippten Fässer voll Atommüll, die täglich ein bisschen mehr dem atomaren Müllgau (dafür gibt es wohl noch kein Wort? – jedenfalls kenne ich keines) entgegen rosten.
Es macht ihm nichts aus, als Staatschef junge Frauen zu missbrauchen, im Gegenteil, er macht damit noch Propaganda über die Kraft seiner Lenden im hohen Alter. Gut, so funktioniert das sicher nur in Italien, wenn ich dieses Klischee bedienen darf, aber ist es deshalb weniger zweifelhaft und unmoralisch?

Berlusconi interessiert sich nicht die Bohne für die Flüchtlinge, die jedes Jahr zu Tausenden auf der Flucht, in das angebliche Eldorado Europa, im Mittelmeer verrecken. Nicht wirklich komisch finde ich die Pointe, dass der Medienmogul Berlusconi selbst einer von denen ist, die diesen Trugschluss in zappelnde Bilder packen und per TV in der Welt verbreiten.
Dabei geht die staatlich legitimierte Fluchtvereitelung sogar soweit, dass Kapitäne hart bestraft werden, wenn sie Bootsflüchtlinge aufnehmen, also quasi aus ihrer Seenot retten. Erst im August sind deshalb 75 Menschen ertrunken, denen das Benzin auf ihrem völlig überfüllten Seelenverkäufer ausgegangen war. Zahlreiche Schiffe haben das vor sich hindümpelnde Boot passiert und nichts, einfach mal gar nichts, unternommen.1 Das widerspricht zutiefst dem Jahrhunderte alten Gesetz der christlichen Seefahrt, wonach auf dem Meer alle Menschen gleich sind und ohne Ansehen der Person oder ihrer Nationalität gerettet werden müssen, wenn sie sich in Seenot befinden.

So viel Macht hat Berlusconi. Er kann sich sogar über internationales Recht hinwegsetzen, ein Recht, welches aus gutem Grund ist, wie es ist. Ohne pathetisch werden zu wollen, aber über diesen Fakt sollten wir uns wirklich große Sorgen machen.

Warum kann Berlusconi tun, was er tut? Das ihn die Italiener nicht stoppen ist eine Sache, das geht uns nichts an, außer vielleicht die Darlegung unserer Sicht auf den demokratischen Status Italiens. Aber spätestens mit den Flüchtlingen haben wir ein europäisches und mit dem Atommüll ein globales Problem. Das sind zwei Dinge, die besser heute als morgen radikal2 angegangen werden müssten. Auch von uns und mindestens allen anderen Europäern. Es passiert aber nichts. Europa lässt ihn gewähren und schaut zu.

Europa täte das nicht, wenn das nicht Vorteile für Europa hätte. Berlusconi räumt nämlich, wenn man nicht zu Ende denkt, den Dreck für uns weg. Er schüttelt die lästigen Flüchtlinge aus unserem Pelz, genau so, wie er unseren Müll einfach so in die Landschaft vor seiner Haustür schmeißt. Oder was glaubt ihr, wo der Atommüll herkommt?
Er gewöhnt uns aus der Ferne an die menschlichen Grausamkeiten der Zukunft und „beschützt“ uns vor denen, die nichts weiter wollen als ihr Recht, nämlich dem, an Europas Reichtum und seinen Erfolgen zu partizipieren – was ihnen meiner Meinung nach, nach Jahrhunderten des Raubbaus durch das kultivierte Europa mehr als nur zusteht.

Ich glaube eben nicht, dass vor Justizia alle gleich sind. Wäre das so, säße Berlusconi längst in der Nachbarzelle von Radovan Karadžić in Den Haag, denn – ich möchte den sehen, der dem widerspricht – die toten Flüchtlinge und die tickende Atommüllbombe im Mittelmeer sind Verbrechen an der Menschheit.
Man bringt aber nicht mal eben einen Staatschef vor Gericht, jedenfalls nicht in einer Parlamentarischen Republik. Soweit reicht es dann doch nicht mit der Demokratie.

Die Frage, ob die Attentate auf Schäuble, Lafontaine oder den Papst Schadenfreude bei mir ausgelöst hätten, kann ich verneinen. Die beiden Politiker wurden von psychisch kranken Menschen angegriffen und die Hintermänner des Papst-Attentates werden im KGB vermutet. Auch der Mann, der Berlusconi mit dem Souvenier-Modell des Mailänder Doms bewarf, ist angeblich seelisch nicht stabil und hat sich für seine Tat entschuldigt.

Derweil nutzt Berlusconi die Gunst der Stunde, sich nicht nur ins Gespräch zu bringen, sondern die Wunden weitaus dramatischer aussehen zu lassen, als sie eigentlich sind. Irgendeiner seiner Untergebenen auf gehobenem Posten sprach gar von Terrorismus und von einem, von langer Hand geplanten, Attentat. Na klar, ein Berlusconi-Komplott mit dem Modell des Mailänder Doms als ultimative Mordwaffe…

Der Attentäter, wenn man ihn denn so nennen kann, wird jetzt medial von Berlusconis Fernsehsendern und Tageszeitungen ausgeschlachtet. Wie im alten Rom sorgt dieser Mann jetzt dafür, dass sich das uralte Karussell aus Brot und Spielen weiterdreht, weil er sich selbst den medialen Löwen zum Fraß hingeworfen hat. Jedes Organ einzeln, bis in die Haarspitzen hinein, werden sie den armen Teufel zerkauen und dann, wenn der Saft aus ihm raus ist, ausspeien.
Das eigentliche Opfer in dieser Sache ist nicht Berlusconi und die Frage, mit wie viel Schadenfreude die italienischen Medien bis zum ganz sicher folgenden (Schau) Prozess über den Attentäter berichten werden, muss auch gestellt werden. Sie relativiert nämlich – den Beweis bringt erst die Zeit – den moralischen Hintergrund der eigenen Schadenfreude.

Hätte ich ein Kind, dem ich meine Schadenfreude im Bezug auf Berlusconi erklären müsste, dann würde ich ihm folgendes sagen:

Die Welt, mein Kind, ist nicht schwarz oder weiß, gut oder böse – glaube das ja nicht. Sie ist eher gesprengelt und wenn du genau hinschaust, kannst du die tollsten Farben und Formen sehen.

Es ist nicht gut, wenn man schadenfroh ist und schon gar nicht ist es ehrenhaft. Allerdings ist die Schadenfreude nichts weiter als das Gegenteil vom Mitleid.

Die Frage, warum ich bei einem wie Berlusconi schadenfroh bin, findet ihre Antwort in meinem Gerechtigkeitsinn. Dieser verbietet es mir nämlich, für einen wie Berlusconi auch nur ein Fünkchen Mitleid zu empfinden. Er leidet nicht mit, wenn Menschen sterben, er, der alte Mann, hat auch kein Mitleid mit dir und deiner Zukunft, die er atomar verseucht. Hätte er es, wahrlich, er würde etwas dagegen unternehmen, weil er es nämlich könnte. Mitleid kommt von mit leiden. Das aber tut er nicht.

Ohne Zweifel, das Prinzip der Gewaltlosigkeit soll zu deinen höchsten Werten zählen. Wenn du aber geschlagen wirst, wenn man versucht, dich zu berauben, dir deine Freiheiten oder deine Rechte zu nehmen – wenn du siehst, dass das mit anderen Menschen passiert, dann musst dich wehren, dann musst du dazwischen gehen und dafür sorgen, dass das aufhört. Du musst das schnell tun und darfst nicht damit warten, denn mit jedem Mal trauen sich die Anderen ein kleines Stückchen mehr.

Diejenigen, die schlagen, manipulieren, und im Fall Berlusconi auch regieren, kennen das Prinzip der Gewaltlosigkeit nur von den anderen. Wenn die Berlusconis dieser Welt überhaupt Prinzipien haben, dann gehört das der gelebten Gewaltlosigkeit mit Sicherheit nicht dazu. Diese Menschen schlagen nur mit anderen Mitteln, als mit dem Modell des Mailänder Doms. Für deren Werkzeuge ist es ein Leichtes, deinen Stolz zu brechen und dir jede Würde zu nehmen. Und das ist ungleich schlimmer, als eine aufgeplatzte Lippe.

Sie lachen über uns und unser Prinzip, weil es ihrem Prinzip, nämlich Macht durch absolute Rücksichtslosigkeit zu erlangen, unterlegen ist. Deshalb ist es so wichtig, dass du nicht nur für deine eigene, sondern auch für die Freiheit der Anderen eintrittst, genauso für ihr Recht und ihre Würde.

Sei vorsichtig in der Wahl deiner Mittel. Das scharfe Wort ist besser, als ein Modell des Mailänder Doms. Wenn dir die Worte fehlen, was ich im Angesicht des galoppierenden Wahnsinns durchaus verstehen kann, gehen in der zweiten Wahl auch faule Eier. Da ist die Symbolik klarer und für die Propagandisten ist es nicht möglich, dir einen Mordversuch zu unterstellen.

Wenn du bei so etwas, wie jetzt mit dem Berlusconi, Schadenfreude verspürst, dann lebe dieses Gefühl aus. Sie ist ein Reinigungsmittel für deine Seele, weil das Mitleid, dass du spürst, wenn du den Tod der anderen siehst, jedes Mal ein wenig Schlacke in deinem Herzen zurück lässt. Das macht das Leben für dich schwer und du wärest töricht, würdest du nicht mit Schadenfreude ein wenig Erleichterung für deine Seele schaffen. Schadenfreude, gerade dann, wenn sie diesen ausgemacht Schuldigen, wenn auch nicht Verurteilten, trifft, ist ein legitimes Gefühl. Du solltest dich nicht dafür schämen.

Warum ich das meinem Kind, wenn ich denn eines hätte, so sagen würde? Weil ich es unter keinen Umständen über den Zustand unserer Welt im Allgemeinen, und über einen wie Berlusconi im Besonderen, anlügen würde. Egal, wie wenig politisch korrekt das im Augenblick auch sein mag.

  1. ZDF Videotext, Fr 21.08.09, Tafel 127

    “Kapitäne ignorieren Schiffbrüchige: 75 Flüchtlinge tot,

    Zahlreiche afrikanische Flüchtlinge haben ihren Traum von einem besseren Dasein in Europa mit dem Leben bezahlt. Eine Gruppe von etwa 75 vornehmlich aus Eritrea stammenden Migranten kam nach Angaben der UN auf der Überfahrt von Libyen nach Italien zu Tode, nachdem ihrem Boot der Treibstoff ausgegangen war.”

    Zahlreiche Schiffe hätten das im Mittelmeer dümpelnde Boot passiert, ohne ihm zu Hilfe zu eilen, berichtete das Hochkommissariat für Flüchtlingsfragen (UNHCR). Die Organisation berief sich auf Aussagen der fünf Überlebenden.

  2. lat.: radix = Wurzel, Ursprung, also an die Wurzel gehend

Thema: Allgemein, Kultur, Politik, Wirtschaft | Kommentare (11) | Autor: Olaf Sander